Reizdarm

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Das Reizdarmsyndrom ist eine Störung im Verdauungstrakt und eigentlich als harmlos zu bewerten, wären da nicht die wiederkehrenden schmerzhaften Symptome, die das alltägliche Leben zur Qual machen. Wen kann es treffen? Jüngere Erwachsene, aber auch die, die im mittleren Alter stehen. Selbst bei Kindern wurde schon die Diagnose Reizdarm erstellt. Viele Menschen stehen heutzutage unter Dauerstress. Sie müssen immer mehr leisten, ob in der Schule, im Beruf oder in der Freizeit. Alles ist auf Leistung orientiert. Da kann der Darm nicht mehr mithalten und reagiert genervt. Auch die täglichen Mahlzeiten werden teilweise zu hastig herunter geschlungen oder das Fast-Food-Essen steht viel zu häufig auf dem Speiseplan.
Was sind die Erkennungsmerkmale eines Reizdarmsyndroms? Der Reizdarm macht sich durch eine Reihe von typischen, oft quälenden Beschwerden bemerkbar:
• Krampfartige Bauchschmerzen während oder vor der Darmentleerung.
• Durchfall, Verstopfung oder im Wechsel von beidem, oft mit Schleimabgang.
• Veränderte Stuhlzusammensetzung (hart, wässrig oder breiig).
• Gesteigerter Stuhldrang – Häufige schmerzhafte Darmentleerungen.
• Blähungen (Flatulenz), mehrmals täglicher Austritt von Darmwinden.

Mögliche Ursachen für das Reizdarmsyndrom können Infektionen, geschädigte Darmschleimhaut (Schadstoffe und Erreger dringen in die Darmwand ein und rufen kleine Entzündungen hervor), Einnahme von Antibiotika, Operationen, Lebensmittelunverträg-lichkeiten oder eine Fehlernährung sein. Aber auch psychische Auslöser, wie alltäglicher Stress, fortlaufende Sorgen, Depressionen, Angst- und Panikattacken können als Ursache in Frage kommen. Mittlerweile belegen Studien, dass viele Reizdarmpatienten zu viele Ballaststoffe und Kohlenhydrate (Zucker) aufnehmen, dadurch kommt es zu einer erhöhten Vergärung mit Gasbildung, die die typischen Beschwerden auslösen.
Der Alltag wird immer schwieriger und der Beweglichkeitsradius wird durch die ständigen Austritte stark eingeschränkt, auch soziale Kontakte werden mitunter gegen Isolation ausgetauscht.

Mit Hilfe eines Langzeittagebuches kann analysiert werden, in welchem psychischen Zustand Sie sich gerade befinden, und wie bestimmte Nahrungsmittel und -kombinationen bei Ihnen Beschwerden auslösen. Auf jeden Fall ist es wichtig, auch dann das Tagebuch zu führen, wenn keine Beschwerden auftreten.
Folgende Punkte sollten in ihrem Bericht dokumentiert sein:
• Datum, Tageszeit.
• Befinden: z.B. gestresst, nervös, unruhig, müde usw.
• Ernährung; alle Mahlzeiten, auch die Zwischenmahlzeiten.
• Art der Beschwerden.

Besprechen Sie bei ihrem nächsten Arztbesuch ihre Tagebucheinträge, vielleicht findet sich eine Ursache für die Beschwerden. Ist die Diagnose Reizdarm erstellt, gibt es drei Therapieoptionen: Eine zeitlich befristete symptombezogene medikamentöse Therapie bei Schmerzen, psychotherapeutische Begleitung durch einen Psychologen und eine Ernährungsumstellung. Um den Darm positiv bei seiner Verdauungsleistung zu unterstützen, kommt es auf die richtige Wahl der Ernährung an.

Viele Ernährungsmediziner, wie auch ich, raten zu ballaststoffärmere Kost, um die Darmtätigkeit bei zu häufigen Stuhlentleerungen (Durchfällen) zu verringern.
Welche Ernährung hilft tatsächlich gegen Verdauungsprobleme, bzw. gilt als gut darmverträglich? Meine kohlenhydratarme Ernährungsvariation – Low Carb bei Reizdarm – hat sich in Sachen Verdauung sehr gut bewährt. Meine Low Carb Methode bedeutet: weniger Kohlenhydrate – weniger Zucker = keine Beschwerden. Diese Low Carb Variante unterstützt nicht nur den Aufbau, sondern auch den Erhalt der gesunden Darmschleimhaut und bringt die Darmflora wieder ins Gleichgewicht.

Ich habe aus geeigneten Lebensmitteln viele Low Carb Rezepte für den empfindlichen Darm selbst entwickelt, getestet und für wirksam erklärt. Mit meiner Low Carb Methode (hilft die Verdauung zu verbessern) und mit etwas Sport (hilft den Stress abzubauen) habe ich die Krankheit erfolgreich bekämpfen können – bis heute lebe ich beschwerdefrei.

Ich wünsche Ihnen gute Besserung und hoffe, dass Ihnen meine Low Carb Rezepte nicht nur schmecken, sondern auch helfen Ihre Beschwerden wieder loszuwerden.

Ihre Sabine Beuke

Zucker hat viele Bezeichnungen – Achten Sie auf die Zutatenliste

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Wenn Zucker in Lebensmittel versteckt sind, wie erkennen wir, um welchen es sich handelt? In der Zutatenliste von Lebensmitteln versteckt sich Zucker allerdings oft hinter Bezeichnungen wie Glukose, Glukosesirup, Glucose-Fructose-Sirup, Galaktose, Saccharose, Laktose, Maltose, Maltodextrin, Monosaccharide, Disaccharide, Polysaccharide und Magermilchpulver.

Hinter den Versprechungen wie „zuckerfrei“ oder „ohne Zuckerzusatz“ steckt oft eine Mogelpackung. Ein Cappuccino Pulver mit der Aufschrift „ungesüßt“ kann trotzdem 40 Prozent Zucker aus Süßmolkenpulver enthalten. Hierbei muss der Hersteller auf die Nährwertliste das Wort „Zucker“ sowie der Anteil davon unter dem Wort „Kohlenhydrate“ schreiben, d.h. verpackte Lebensmittel müssen eine Nährwertkennzeichnung tragen, in der unter anderem die enthaltenen Mengen an Kohlenhydraten und Zucker aufgelistet sind. So manch ein Lebensmittel entpuppt sich als sehr zuckerlastig, wie zum Beispiel, der scheinbare gesunde Fruchtjoghurt kann bis zu 20 Gramm Zucker enthalten. Auch viele Fertiggerichte, Suppentüten, Früchtemüslis, Salatdressings oder Konserven sind „zuckerverseucht“. In Softdrinks wie Cola oder Orangenlimo ist der Zuckeranteil mit sieben Stück Würfelzucker in nur einem Glas sehr hoch.

Diäten und Ernährungsumstellung- Abspecken ohne zu hungern

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Dr. Klaus Uwe Gerhardt / pixelio.de

Der Unterschied zwischen einer Diät und eine Ernährungsumstellung, liegen in dessen Zeiten – die meisten Diäten sind von kurzweiliger Natur, hingegen Ernährungsumstellung von Dauer ist. Gerade bei Adipositas (Fettleibigkeit), Diabetes Typ2 und Darmerkrankungen ist es nicht getan mit einer schnellen Diät, hier wäre es sinnvoller eine lebenslange Ernährungsumstellung durchzuführen.

Aber welche Ernährungsumstellung ist tatsächlich sinnvoll? Ist es eine reduzierte Fettumstellung, mit dem englischen Namen: „Low Fat“, oder basiert die Umstellung auf eine Vollwertküche, in Zusammenhang mit vielen Vollkornprodukten, reichlichem Verzehr von Obst und Gemüse? Weder die eine oder noch die andere Variante sollten Diabetiker, Magen- und Darmerkrankte, sowie adipös Veranlagte wählen. Bei diesen Ernährungsformen können sich sogar Krankheiten verschlimmern. Wer sich Low Fat ernährt, entzieht dem Körper wichtige essentielle Lebensgrundlagen und wird dadurch unterversorgt.

Gute Fette (siehe auch unter der Kategorie Fett:) sind lebenswichtig, denn eine mangelhafte Zufuhr von Nährstoffen können chronische Entzündungen, Ablagerungen an den Gefäßen, eine dauerhafte geistige Beeinträchtigung nach sich ziehen. Auch sorgt das Fett für ein gutes Sättigungsgefühl, ist ein hervorragender Energielieferant, unterstützt die Produktion von Hormonen, sorgt für den Schmierstoff der Gelenke, hilft bei Vermeidung von Entzündungen, versorgt die Haut mit Feuchtigkeit, schützt uns vor Infektionskrankheiten und ist Träger von Geschmacksstoffen.

Die Vollwertküche liegt oft zu schwer im Magen, aber viel länger noch im Darmtrakt – der mitunter viel leisten muss, um an die Inhaltsstoffe zu gelangen. Häufig reagiert der Darm mit Bauchkrämpfen, Blähungen und Durchfällen. Gleichzeitig wird der Organismus mit den vielen Kohlenhydraten belastet.

Josef Stocker, ein Erfahrungsberichterstatter in Sachen Ernährung, sagt: „Die so genannte „Vollwert-Küche“ ist ein Irrweg. Unsere Bauchspeicheldrüse und der Insulinhaushalt schaffen die vielen Stärke- und Vollkornprodukte nicht, mögen sie noch so natürlich, unbearbeitet und roh und vollwertig und sonnengereift sein; und bei unserer vorwiegend sitzenden Lebensweise können wir sie nicht alle verbrauchen. Quelle: Josef-Stocker.de

Das bedeutet, dass die Vollwertkost nicht besonders gut geeignet ist, für eine gesunde Essensumstellung bei Diabetes oder Darmerkrankungen. Sie enthält zu viele Kohlenhydrate, sodass der Blutzuckerspiegel ständig erhöht ist und die Fettzellen immer neu gefüttert werden. Die beste Lösung ist, eine verminderte Aufnahme von Kohlenhydraten – Low Carb.

Mittlerweile belegen viele Studien, dass eine kohlenhydratarme Ernährung den Körper eher entlastet als belastet. Das Körperfett reduziert sich langsam aber stetig, wenn die Kohlenhydratzufuhr, bevorzugt aus Obst mit wenig Fruchtzucker, Milchprodukten ohne Zuckerzusätze und Gemüse, nicht mehr als 30 Gramm Kohlenhydrate am Tag übersteigt. Um das Gewicht halten zu können, bedarf der Kohlenhydratanteil pro Tag zwischen 60-80 Gramm.

Normalerweise verwendet der Körper Kohlenhydrate für eine schnelle Energieversorgung, stattdessen übernimmt das Eiweiß und das Fett, bei einer kohlenhydratreduzierten Ernährung, die Aufgabe. Deshalb ist es wichtig, eine ausreichende Zufuhr von Eiweiß zu gewährleisten. Die vermehrte Aufnahme von Eiweiß verhindert den muskulären Abbau bei einer Gewichtsreduzierung, sonst würde das Muskeleiweiß als Energiegewinnung des Körpers dienen – und somit eine Abbau hervorrufen. Die meisten Kraftsportler leben nach der Low Carb Methode.

Low Carb ist keine neue Erfindung von Ernährungsberatern dieser Zeit. Das Prinzip dieser Ernährungsform stammt aus dem 19. Jahrhundert. Sie wurde von dem Engländer: William Banting (1797-1878) durch sein Buch: Letter on Corpulence bekannt gemacht. Er selbst speckte mit Low Carb ab.

 

Zucker – Adern können sich verkleben durch zu viel Glukose im Blut

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© Beuke

Viele Menschen essen manchmal unwissentlich zuckerreicher, oder wer weiß schon, dass in manchen verarbeiteten Lebensmitteln das Fett gegen Zucker ausgetauscht wird? Zucker ist ebenso wie das Fett ein Geschmacksträger, aber Zucker wirkt im menschlichen Körper anders als das Fett. Ist im Blutkreislauf ständig zu viel Glukose (Zucker), verkleben irgendwann die Gefäßwände und die Folge könnte ein Verschluss von einer lebensnotwendigen Arterie sein – Herzinfarkt droht, so die Forscher der US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC).

Um den Blutzuckerspiegel und die Verdauungstätigkeit bei einem Reizdarmsyndrom zu normalisieren, kann ihnen hierbei eine Ernährungsumstellung auf Low Carb helfen – Low Carb reduziert die Zuckeraufnahme, korrigiert den gestörten Stoffwechsel, stabilisiert den Blutzuckerspiegel und reguliert die Verdauung.

Am Anfang einer Ernährungsumstellung auf kohlenhydratarme Kost, werden alle Kohlenhydratspeicher geleert. Der Körper registriert einen Zuckerentzug und verlangt Nachschub, wird keiner geliefert, so ist der Organismus in der Lage sich zuerst aus Eiweiß und dann aus Fett sich die benötigten Ersatzstoffe zu bilden. Diese Stoffwechselumstellung nennt man Ketose und hat den Vorteil, dass der Körper für seine Energiegewinnung auf das eigene Fett zurückgreift.

Meine Freundin Jutta Schütz (Autorin), bekannt durch ihre zahlreichen Veröffentlichungen, hat ihren Diabetes-Typ-2 erfolgreich mit der Low Carb Ernährung bekämpft. Ihre Bücher sind in der Fachwelt von einigen Ernährungsmedizinern, unter anderem Dr. Matthias Riedl, bekannt, die sich mit der Thematik „kohlenhydratarme Ernährung“ beschäftigen und mittlerweile sogar weiterempfehlen.

 

Darmgesundheit

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Bild: Stephanie Hofschläger / pixelio.de

Der Darm hat eine Länge von ungefähr acht Meter und in ihm tummeln sich etwa einhundert Billionen Bakterien. Sie unterstützen nicht nur die Verdauung, sondern übernehmen wichtige Körperfunktionen: Das Immunsystem, die Gesundheit der Haut und die Stressempfindlichkeit, dass alles wird über den Darm gesteuert.

Ein ungesunder Lebensstil lassen die guten Bakterien im Verdauungstrakt absterben. Der Darm gerät aus seiner Balance und reagiert mit Durchfall, Blähungen und mit Bauchschmerzen. Der Körper wird anfällig für Infekte, Allergien und Stress. Um die Darmflora wieder in das Gleichgewicht zu bringen, helfen sogenannte Probiotika. Das sind gute und lebende Mikroorganismen, Laktobazillen und Bifidobakterien, sie sind zuständig für den Erhalt des sauren Klimas im Darm und wirken gegen Fäulnisbakterien, Salmonellen und andere Krankheitserreger. Diese guten Mikroben befinden sich in Lebensmitteln wie in Milch, Joghurt, Quark und Käse, außerdem auch noch in Sauerkraut (bitte nicht essen, bei einem Reizdarmsyndrom).

Auch die kohlenhydratarme Ernährung bringt die Darmflora wieder ins Gleichgewicht – nur komplexe Kohlenhydrate, wie Gemüse (bei einem Reizdarmsyndrom nur gekocht oder gedünstet essen – besser verdaulich!) und Obst (mit wenig Furchtzuckeranteil) sowie eiweißreiche naturbelassene Lebensmittel wirken sich pre- sowie probiotisch auf den Verdauungstrakt aus.

Eine Reduktion von Kohlenhydrate ist für die Darmgesundheit wichtig, denn zu viele davon erhöhen die Vergärung im Darm und führt zu einer unangenehmen Gasbildung (Blähungen). Eine kohlenhydratreduzierte Ernährungsform kann die Vergärungsprozesse im Darm deutlich reduzieren. Weniger Kohlenhydrate bedeuten, weniger bis gar keine Beschwerden im gesamten Verdauungstrakt.

Auf Getreide (sämtliche Mehlsorten), Fabrikfertignahrung (viel Zucker), Fast Food und zuckerhaltige Getränke sollten Sie möglichst verzichten. Stattdessen sich mit frischen Nahrungsmitteln, wie Fleisch, Fisch, Obst (mit wenig Fruchtzuckeranteil), Gemüse, Milch, Nüsse und Samen anfreunden.

 

Eiweißreiche Lebensmittelliste

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Bild: knipseline / pixelio.de

Proteine Gehalt pro 100 Gramm – Gute Lieferanten sind:

  • Schweinefleisch, Kasseler (vom Metzger) – ca. 25 Gramm
  • Rind-, Geflügel- und Lammfleisch (vom Metzger) – ca. 20 Gramm
  • Schinken, geräuchert (vom Metzger) – ca. 21 Gramm
  • Geriebener getrockneter Hartkäse – ca. 33 Gramm
  • Hartkäse in Scheiben – ca. 24 Gramm
  • Schafskäse (Feta) – ca. 17 Gramm
  • Körniger Frischkäse, natur, 20% Fett – ca. 13 Gramm
  • Eiweißbrot – ca. 23 Gramm
  • Tofu – ca. 16 Gramm
  • Forelle, frisch – 25 Gramm
  • Thunfisch-Filets im eigenen Saft – ca. 25 Gramm
  • Kabeljau, natur – ca. 18 Gramm
  • Seelachsfilet, natur – ca. 18 Gramm
  • Matjes-Filets – ca. 16 Gramm
  • Lachs-Filets, natur oder geräuchert – ca. 21 Gramm
  • Mandeln – ca. 21 Gramm
  • Magerquark – ca. 12 Gramm
  • Vollmilch – ca. 4 Gramm
  • Naturjoghurt – ca. 4 Gramm
  • Ei – ca. 12 Gramm
  • Austernpilze – ca. 4 Gramm
  • Champignon – ca. 3 Gramm

Quelle: fddb.info/db/de/lebensmittel/ (Stand 4.10.2017)

Lektine – Warum sind Lektine im Weizen für die Gesundheit schädlich?

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Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Jede Pflanze enthält Lektine, sie sind ein Schutzmechanismus gegen Schädlinge – Lektine sind in der Lage sich an menschliche körpereigene Strukturen anzudocken und sie sogar zu schädigen. Wobei Lektine in viele Gemüsesorten völlig als harmlos zu bewerten sind, weil sie durch das Kochen abgebaut werden. Hier geht es nur um die Lektine, die sich im Weizen befinden. Sie sind besonders aggressiv und dazu noch hitze- und säurestabil – werden also beim Backen oder Kochen oder bei der Verdauung (Säure) nicht abgebaut.

Lektine schädigen sehr viele Darmzellen und somit die Darmschleimhaut. Die Darmwand wird durchlässig und so können Lektine ins Körperinnere gelangen. Lektine können sich so im ganzen Körper verbreiten. Sie heften sich an lebenswichtige Organe, in dessen Gewebe an. Der Körper versucht sich zu wehren – das Immunsystem greift die Lektine und somit auch das körpereigene Gewebe an.

Weizen Lektine stehen im Verdacht, eine Reihe von Erkrankungen zu fördern. Es kann zu Entzündungen kommen, und die Gefahr für Krankheiten wie Arthrose, Rheuma, Alzheimer, Herzinfarkt, MS, Diabetes, Magen- und Darmerkrankungen und Krebs steigt – ebenso erhöht sich das Risiko für Autoimmunerkrankungen. In verschiedenen Tierversuchen führten Lektine sogar zu Ablagerungen in den Blutgefäßen, außerdem kam es zu Wachstumsstörungen.

Ab jetzt nur noch Vollkorn essen? Bitte nicht! – Vollkorn enthält noch mehr Lektine und hat ebenso wie Weizen zu viele Kohlenhydrate (Stärke).

Wer sich kohlenhydratarm ernährt, verzichtet allein schon auf Weizen- und Vollkorn Produkte, wegen der vielen Kohlenhydrate in den verschiedenen Getreidesorten und jetzt wohl auch noch aus den obigen gennannten Gründen – alles der Gesundheit zuliebe.

Quelle: http://www.dr-feil.com/allgemein/weizen.html (Stand: 16.08.2017)
Quelle: Autorin: Jutta Schütz, Buch: Essen wir zu viele Kohlenhydrate?

 

 

 

Fleisch – Das verträgliche Eiweiß

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Christian Alex / pixelio.de

Fleisch wird oft als ein Stück Lebenskraft angesehen und so ist es auch nicht verwunderlich, dass der weltweite Konsum stetig ansteigt. Das mag ein Schock für viele Vegetarier sein, aber der Mensch ist nun einmal von Natur aus gesehen ein Fleischesser.

Warum ist die Versorgung mit Eiweiß für den Menschen so wichtig? Der Mensch braucht Eiweiß um seinen Organismus am Leben zu erhalten. Die menschlichen Organe: Leber, Nieren, Herz, Gehirn, Muskeln einfach alle Organe sind aus Eiweiß, bzw. aus Proteine zusammengesetzt. Auch Haare, Nägel und unsere Haut bestehen aus Proteine, die täglich nachwachsen und deshalb einen großen Bedarf an Eiweißnachschub haben. Vegetarier sind der Meinung, man könne problemlos auf Fleisch verzichten und das lebensnotwendige Eiweiß aus pflanzlicher Nahrung gewinnen. Wobei aber nicht beachtet wird, dass für den menschlichen Körper, das tierische Eiweiß besser verträglich ist. Der Darm muss sich nicht unnötig quälen um an das pflanzliches Protein zu kommen. -Blähungen werden somit vermieden.-

Außerdem hat das tierische Protein eine höhere biologische Wertigkeit als das Pflanzliche, weil das tierische Eiweiß dem Körpereiweiß sehr ähnlich ist.

Welche Aufgaben übernimmt das Eiweiß im Körper? Zunächst einmal wird das aufgenommene Eiweiß im Darm durch Enzyme in Aminosäuren zerlegt und danach neu zusammengesetzt, damit der menschliche Körper es für sich besser nutzen kann. Denn die eiweißreiche Nahrung hat eine andere Aminosäuren Kombination, als die Eiweiße im menschlichen Körper. Das Eiweiß übernimmt verschiedene Aufgaben im Körper: Es transportiert Sauerstoff (Transportproteine), speichert Eisen (Speicherproteine), sorgt für Muskelaktivität (Bewegungsproteine), sorgt für Elastizität, Festigkeit und Formbeständigkeit (Strukturproteine), bildet Antikörper in der Immunabwehr und überträgt Nervenimpulse.

Zuckerfallen – Ist „light“ tatsächlich „light“?

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Veit Kern / pixelio.de

Die Nahrungsmittelindustrien lassen sich immer neue Werbebotschaften einfallen. „Fettarm“, „Zuckerfrei“, „ohne Zuckerzusatz“ – welcher Verbraucher steigt da noch durch. Viele Produkte suggerieren sogar, dass sie beim Abnehmen eine besondere Stütze sind. Das eigentliche Ziel der Hersteller ist, das die kleinen Etikettenaufdrucke nur zum Kaufen verführen sollen. Dahinter steckt nur der Profit und der Kunde „König“ wird zum „Bauerndepp“ degradiert.

Wer abnehmen möchte sollte nicht auf die Werbung hereinfallen. Diese sogenannten „light“- Produkte, entweder als fettarm oder zuckerarm deklariert, sind eben nicht immer als leicht einzustufen. In vielen verschiedenen Molkerei-Erzeugnissen wird das Fett reduziert, aber der Zuckeranteil dafür erhöht. Der Verbraucher wird dadurch in die Irre geführt und meint ein „light“ Produkt in den Händen zu halten, obwohl der wahre Dickmacher Zucker enthalten ist.

Wird bei der Herstellung von Milchprodukten die Fettanteile verringert, darf das  „fettarme“ Produkt maximal 3 Gramm Fett pro 100 Gramm haben. Bei der fettarmen Milch liegt die Grenze bei 1,5 Gramm Fett pro 100 ml. Ein Produkt darf sich als „fettfrei“ oder „ohne Fett“ erst dann bezeichnen, wenn es maximal 0,5 Gramm Fett pro 100 g/ml enthält.

Es werden sogar Gummibärchen und Marmeladen/Fruchtaufstriche „fettfrei“ beworben. Es ist allgemein bekannt, dass diese Produkte generell kein Fett enthalten, dafür aber viel Zucker. Die Hersteller versuchen den Kunden zu manipulieren, indem sie ihre Ware so kennzeichnen, dass der Eindruck entsteht, sie würden die Gesundheit fördern und beim Abnehmen helfen.

Die Lebensmittelproduzenten strengen sich mächtig an auch das Fett aus verschiedenen Wurst- und Käsesorten zu reduzieren, sie nehmen stattdessen Zuckeraustauschstoffe als geschmacksunterstützende Wirkung. Das hat zur Folge, dass der Verbraucher von der Lebensmittelindustrie fettreduziert, aber auf Zuckerverbrauch erzogen wird. Das ist der falsche Weg zu einer gesunden Ernährung. Das Fett kann entweder bleiben oder zum Teil vermindert werden, aber die Zuckerstoffe sollten nicht zum Einsatz kommen.

Steht auf der Verpackung „Zuckerarm“ so darf Zucker maximal 5 Gramm pro 100 Gramm oder 2,5 Gramm pro 100 ml enthalten. Kauft der Verbraucher ein „Zuckerfreies“ Produkt, ist trotzdem Zucker verarbeitet worden. Denn „Zuckerfrei“ bedeutet nicht, dass in diesem verarbeitetem Lebensmittel kein Zucker steckt. Immerhin wird in dem Produkt noch 0,5 Gramm Zucker pro 100 Gramm oder Milliliter zugefügt.

Wird mit der Aufschrift „Ohne Zuckerzusatz“ geworben, darf auch kein Zucker oder andere süßende Lebensmittel zu gesetzt sein – allerdings werben viele Saft-Produzenten mit diesem Slogan, obwohl die Säfte einen hohen natürlichen Zuckergehalt haben. Eigentlich müsste der Hinweis aufgebracht werden: „enthält von Natur aus Zucker“.

Wir, die Verbraucher sollten sich nicht mehr in die Irre leiten lassen und beim Einkaufen immer auf die Zutatenliste achten.

 

Low Carb funktioniert – Bei Gewichts- und Darmproblemen

Unsere Gesellschaft ist weder durch fettarme noch durch kohlenhydratreiche Ernährung gesünder oder schlanker geworden. Ganz im Gegenteil, viele Menschen leiden unter den Folgen dieser verfehlten Ernährungspolitik.

Diäten auf Kohlenhydratreiche- oder Low Fat Basis oder FDH mögen das Gewicht für eine kurze Zeit verringern, danach aber zeigt die Waage wieder mehr Pfunde an. Die Ursachen liegen klar auf der Hand, durch die Wiederaufnahme der alten Verhaltensmuster und der verlangsamte Stoffwechsel, während einer Hungerkur, schaltet der Körper weiterhin auf Sparflamme und der gefürchtete Jo-Jo-Effekt setzt ein. Dabei spielt das Hormon Insulin eine bedeutende Rolle, es reguliert den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel.

Bei einem hohen Insulinspiegel werden die Zuckerstoffe aus Kohlenhydraten in Fett umgewandelt und in die Fettzellen abtransportiert und eingelagert, gleichzeitig wird der Fettabbau gehemmt. Im Klartext: Zuerst nimmt sich der Körper Energie aus Kohlenhydraten, dann erst geht er an die Eiweiß- und Fettreserven. Wird der Organismus überwiegend mit Kohlenhydraten versorgt, bleiben die alten Fettreserven konstant und neue Fettzellen kommen hinzu.

In der Ernährungsform Low Carb – weniger Kohlenhydrate – sinkt der Insulinspiegel deutlich. Das liegt daran, dass dem Körper weniger Zuckerstoffe (Kohlenhydrate) zur Verfügung stehen und somit das Insulin weniger ausgeschüttet wird. Dadurch kommt es zu einer höheren Fettverbrennung und besseren Blutwerten, das wiederrum bannt die Gefahr an Diabetes und Adipositas zu erkranken. Dieser Ernährungsstil wirkt sich positiv und effektiv nicht nur auf die Figur aus, auch der Darm profitiert von der verminderten Kohlenhydrat-Aufnahme.

Im Darm befinden sich nicht nur die guten Bifidus- und Lactokulturen, sondern auch schädliche Bakterien und Pilze. Diese kleinen Plagegeister ernähren sich überwiegend aus dem Endproduktstoff Zucker, welcher aus der Verstoffwechselung von Kohlenhydraten entsteht, dadurch vermehren sich die Schädlinge mit schlimmen Folgen für die Verdauung – Blähungen, Durchfälle oder andere Verdauungsstörungen gehen auf ihr Konto.

Nur ein gut funktionierender Darm garantiert eine bestmögliche Abnahme oder die Erhaltung des Gewichts, daher ist es von Bedeutung sich vermehrt auf eiweißreiche Kost umzustellen und mit Kohlenhydraten sparsam umzugehen, es bedeutet aber nicht den völligen Verzicht. Wichtig hierbei ist, sich die richtigen Ernährungsgrundlagen zu schaffen: Fleisch, Fisch, Gemüse, ein wenig Obst, gute Fette (Omega-3-Fettsäuren) und Milchprodukte ohne Zuckerzusätze dürfen nicht fehlen. Aber auf Getreide, Nudeln, Kartoffeln und Reis sollte jedoch Verzicht geübt werden. Sie enthalten zu viel Stärke, die im Körper verstoffwechselt und wieder in Zuckerstoffe enden – erhöht den Blutzuckerspiegel und führt zu Darmproblemen.

Gewürze & Kräuter – Was tun die kleinen Helferlein für die Gesundheit?

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Bild: Peter Pleischl / pixelio.de

Schon kleine Helfer können verschiedene Beschwerden auf natürliche Art lindern oder sogar heilen.

Fenchel hilft gegen Blähungen: Wirkt krampflösend – 1 TL Fenchel Samen im Mörser etwas zerstoßen, in eine Tasse geben und mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, danach abseihen, trinken.

Kümmel hilft bei Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl, Bauchschmerzen, Blähungen und Gallenbeschwerden. Kümmel steigert die Produktion von Magensäften, dadurch werden zum Beispiel Kohlgerichte schneller und besser verdaut. Kümmeltee: 2 TL Kümmel Samen mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, danach abseihen, trinken. Sie können bis zu 3 Tassen täglich trinken.

Knoblauch hilft gegen Verdauungsstörungen, chronische Darminfektionen, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und bei Atemwegserkrankungen. Knoblauch ist auch bekannt für seine antiviralen und antibakteriellen Eigenschaften: Täglich eine Knoblauchzehe essen.

Kurkuma hilft gegen Völlegefühl und bei der Fettverbrennung: 1 TL Pulver mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 12 Minuten ziehen lassen. Sie können 2-3 Tassen täglich zwischen den Mahlzeiten trinken.

Pfefferminzöl hilft gegen Übelkeit, Blähungen und Völlegefühl: Wirkt entspannend auf die Darm Muskulatur, reduziert das Schmerzempfinden im Dickdarm und hemmt die Vermehrung und Ausbreitung von schädlichen Darmbakterien. Einnahme: Pfefferminzöl in Form von magensaftresistenten Kapseln – Die Wirkung setzt erst im Dickdarm ein.

Chili hilft bei der Fettverbrennung, hemmt die Vermehrung und Ausbreitung von schädlichen Darmbakterien: Das scharfe Capsaicin im Chili kurbelt den Stoffwechsel und die Durchblutung an, verbrennt dadurch Kalorien, tötet schädliche Darmbakterien ab und sorgt somit für eine gute Verdauung.

Ingwer hilft den Cholesterinspiegel zu senken, ist antibakteriell, steigert die Gallensaft- und Magensäure Produktion, fördert die Durchblutung und Verdauung.

Oregano hilft bei Verdauungsbeschwerden und wirkt gleichzeitig entzündungshemmend.

Petersilie hilft bei Verdauungsbeschwerden mit Blähungen, die nach einem zu üppigen oder zu hastigem Essen entstehen können. Hier unterstützt ein Petersilien-Tee die Fettaufspaltung, regt die Verdauung an und führt gleichzeitig zu einer Reduktion von Blähungen. Petersilien-Tee: 1 EL gehackte frische Petersilie mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, danach abseihen, trinken. Tipp: Tee direkt nach dem Essen trinken!

Mein Tipp: Frische Kräuter mit ihren ätherischen Ölen machen das Essen bekömmlicher!

Quelle: Dr. Ursula Stumpf: Unsere Heilkräuter, Kosmos 2016