Reizdarm

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Das Reizdarmsyndrom ist eine Störung im Verdauungstrakt und eigentlich als harmlos zu bewerten, wären da nicht die wiederkehrenden schmerzhaften Symptome, die das alltägliche Leben zur Qual machen. Wen kann es treffen? Jüngere Erwachsene, aber auch die, die im mittleren Alter stehen. Selbst bei Kindern wurde schon die Diagnose Reizdarm erstellt. Viele Menschen stehen heutzutage unter Dauerstress. Sie müssen immer mehr leisten, ob in der Schule, im Beruf oder in der Freizeit. Alles ist auf Leistung orientiert. Da kann der Darm nicht mehr mithalten und reagiert genervt. Auch die täglichen Mahlzeiten werden teilweise zu hastig herunter geschlungen oder das Fast-Food-Essen steht viel zu häufig auf dem Speiseplan.
Was sind die Erkennungsmerkmale eines Reizdarmsyndroms? Der Reizdarm macht sich durch eine Reihe von typischen, oft quälenden Beschwerden bemerkbar:
• Krampfartige Bauchschmerzen während oder vor der Darmentleerung.
• Durchfall, Verstopfung oder im Wechsel von beidem, oft mit Schleimabgang.
• Veränderte Stuhlzusammensetzung (hart, wässrig oder breiig).
• Gesteigerter Stuhldrang – Häufige schmerzhafte Darmentleerungen.
• Blähungen (Flatulenz), mehrmals täglicher Austritt von Darmwinden.

Mögliche Ursachen für das Reizdarmsyndrom können Infektionen, geschädigte Darmschleimhaut (Schadstoffe und Erreger dringen in die Darmwand ein und rufen kleine Entzündungen hervor), Einnahme von Antibiotika, Operationen, Lebensmittelunverträg-lichkeiten oder eine Fehlernährung sein. Aber auch psychische Auslöser, wie alltäglicher Stress, fortlaufende Sorgen, Depressionen, Angst- und Panikattacken können als Ursache in Frage kommen. Mittlerweile belegen Studien, dass viele Reizdarmpatienten zu viele Ballaststoffe und Kohlenhydrate (Zucker) aufnehmen, dadurch kommt es zu einer erhöhten Vergärung mit Gasbildung, die die typischen Beschwerden auslösen.
Der Alltag wird immer schwieriger und der Beweglichkeitsradius wird durch die ständigen Austritte stark eingeschränkt, auch soziale Kontakte werden mitunter gegen Isolation ausgetauscht.

Mit Hilfe eines Langzeittagebuches kann analysiert werden, in welchem psychischen Zustand Sie sich gerade befinden, und wie bestimmte Nahrungsmittel und -kombinationen bei Ihnen Beschwerden auslösen. Auf jeden Fall ist es wichtig, auch dann das Tagebuch zu führen, wenn keine Beschwerden auftreten.
Folgende Punkte sollten in ihrem Bericht dokumentiert sein:
• Datum, Tageszeit.
• Befinden: z.B. gestresst, nervös, unruhig, müde usw.
• Ernährung; alle Mahlzeiten, auch die Zwischenmahlzeiten.
• Art der Beschwerden.

Besprechen Sie bei ihrem nächsten Arztbesuch ihre Tagebucheinträge, vielleicht findet sich eine Ursache für die Beschwerden. Ist die Diagnose Reizdarm erstellt, gibt es drei Therapieoptionen: Eine zeitlich befristete symptombezogene medikamentöse Therapie bei Schmerzen, psychotherapeutische Begleitung durch einen Psychologen und eine Ernährungsumstellung. Um den Darm positiv bei seiner Verdauungsleistung zu unterstützen, kommt es auf die richtige Wahl der Ernährung an.

Viele Ernährungsmediziner, wie auch ich, raten zu ballaststoffärmere Kost, um die Darmtätigkeit bei zu häufigen Stuhlentleerungen (Durchfällen) zu verringern.
Welche Ernährung hilft tatsächlich gegen Verdauungsprobleme, bzw. gilt als gut darmverträglich? Meine kohlenhydratarme Ernährungsvariation – Low Carb bei Reizdarm – hat sich in Sachen Verdauung sehr gut bewährt. Meine Low Carb Methode bedeutet: weniger Kohlenhydrate – weniger Zucker = keine Beschwerden. Diese Low Carb Variante unterstützt nicht nur den Aufbau, sondern auch den Erhalt der gesunden Darmschleimhaut und bringt die Darmflora wieder ins Gleichgewicht.

Ich habe aus geeigneten Lebensmitteln viele Low Carb Rezepte für den empfindlichen Darm selbst entwickelt, getestet und für wirksam erklärt. Mit meiner Low Carb Methode (hilft die Verdauung zu verbessern) und mit etwas Sport (hilft den Stress abzubauen) habe ich die Krankheit erfolgreich bekämpfen können – bis heute lebe ich beschwerdefrei.

Ich wünsche Ihnen gute Besserung und hoffe, dass Ihnen meine Low Carb Rezepte nicht nur schmecken, sondern auch helfen Ihre Beschwerden wieder loszuwerden.

Ihre Sabine Beuke