Cholesterin – Weniger Kohlenhydrate besserer Cholesterinspiegel

Bild: Timo Klostermeier / pixelio.de

Das gute Cholesterin ist das HDL-High Density Lipoprotein, – Um sich es besser merken zu können, spricht man umgangssprachlich vom „Hab‘ Dich Lieb“ Cholesterin – besteht aus einer hohen Verdichtung von Lipiden (Fett) und Proteinen (Eiweiß).

Das LDL-Low Density Lipoprotein besteht aus einer verminderten Verdichtung. Cholesterin wird nicht nur über die Nahrung aufgenommen, der größere Teil wird vom Organismus in der Leber selber hergestellt. Das Cholesterin ist alleine nicht fähig durch die Blutkanäle zu fließen, es muss sich mit einer anderen Substanz (Eiweiß) verbinden.

-Fett kann sich eben nicht ohne Hilfe mit Wasser, in dem Fall mit Blut, vermischen. –

Was bewirkt das HDL – „Hab‘ Dich Lieb“ – Cholesterin? Es übernimmt Reinigungsaufgaben in den Blutgefäßen, d.h. es transportiert Cholesterinrückstände zurück in die Leber, von dort aus in die Galle und wird vom Körper allmählich ausgeschieden. HDL wirkt somit gegen Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden, die Arterienverkalkung oder Arteriosklerose verursachen und für Herzinfarkte oder Schlaganfälle verantwortlich sind.

Was bewirkt das LDL Cholesterin? Fette und Proteine werden, wie auch beim HDL, miteinander verbunden, damit es durch die Blutgefäße fließen kann. Aber der Unterschied zum HDL ist, dass das LDL im Blut seine „Fett-Fracht“ verliert, wenn die Körperzellen nichts mehr aufnehmen können. Somit kommt es zu Ablagerungen in den Gefäßen – die Folge ist eine allmähliche Verengung der Blutgefäße (Arterienverkalkung oder Arteriosklerose) und das zunehmende Herz- oder Schlaganfall Risiko steigt an.

Weniger Kohlenhydrate besserer Cholesterinspiegel. Neue Studien zeigen, wer bestimmte Nahrungsfette verringert und den Zucker- bzw. Kohlenhydratkonsum zügelt, wird einen besseren Cholesterinspiegel erzielen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Körper seine aus Kohlenhydraten hergestellten Triglyceride verringert.
-Triglyceride wandern in die Fettdepots, man spricht auch vom Speicherfett.-
Auch die Bauchspeicheldrüse profitiert von der Verringerung der Kohlenhydrate, sie wird entlastet bei der Produktion von Insulin. Ein niedriger Insulinspiegel verhilft dem Körper seine Fettdepots abzubauen. Mit der Folge, dass das Gewicht sich leichter reduzieren lässt.

Wie viel Cholesterin und Gesamtfettmenge ist täglich erlaubt? Pro Tag sollte es nicht mehr als 250-300 mg Cholesterinaufnahme und 60 g Gesamtfettmenge sein. Beim Fett sollten jedoch die Omega-3-Fettsäuren bevorzugt werden, vornehmlich stecken sie in Lachs, Hering und Makrele, außerdem noch in Leinsamen-, Soja-, Walnuss-, Haselnuss- und Rapsöl.

Wie hoch darf der Cholesterinspiegel sein? Gesunde Menschen dürfen ein Gesamtwert von 240 mg haben, davon maximal 160 mg LDL-Cholesterin. Gesunde Menschen mit einem Risiko für eine Herz- Kreislauferkrankung, z.B. Übergewicht, hoher Blutdruck, Rauchen und Bewegungsmangel dürfen ein Gesamtwert von 200 mg haben, davon maximal 130 mg LDL-Cholesterin. Menschen, die an Diabetes oder an einer Herz-Kreislauferkrankung bzw. Gefäßerkrankung leiden, müssen unter 150 mg Gesamtwert bleiben, davon sollte das LDL-Cholesterin unter 100 mg, wenn nicht sogar unter 70 mg sein.

Cholesterin in Lebensmitteln. Fleisch enthält Cholesterin, keine Frage aber dennoch muss nun keiner Vegetarier werden. Viele Fleischgerichte werden erst mit ihren Beilagen und Soßen zu Fett- und Kohlenhydratfallen. Obst und Gemüse im Rohzustand darf sich cholesterinfrei nennen.

Bild: Timo Klostermeier / pixelio.de