Low Carb funktioniert – Bei Gewichts- und Darmproblemen

Unsere Gesellschaft ist weder durch fettarme noch durch kohlenhydratreiche Ernährung gesünder oder schlanker geworden. Ganz im Gegenteil, viele Menschen leiden unter den Folgen dieser verfehlten Ernährungspolitik.

Diäten auf Kohlenhydratreiche- oder Low Fat Basis oder FDH mögen das Gewicht für eine kurze Zeit verringern, danach aber zeigt die Waage wieder mehr Pfunde an. Die Ursachen liegen klar auf der Hand, durch die Wiederaufnahme der alten Verhaltensmuster und der verlangsamte Stoffwechsel, während einer Hungerkur, schaltet der Körper weiterhin auf Sparflamme und der gefürchtete Jo-Jo-Effekt setzt ein. Dabei spielt das Hormon Insulin eine bedeutende Rolle, es reguliert den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel.

Bei einem hohen Insulinspiegel werden die Zuckerstoffe aus Kohlenhydraten in Fett umgewandelt und in die Fettzellen abtransportiert und eingelagert, gleichzeitig wird der Fettabbau gehemmt. Im Klartext: Zuerst nimmt sich der Körper Energie aus Kohlenhydraten, dann erst geht er an die Eiweiß- und Fettreserven. Wird der Organismus überwiegend mit Kohlenhydraten versorgt, bleiben die alten Fettreserven konstant und neue Fettzellen kommen hinzu.

In der Ernährungsform Low Carb – weniger Kohlenhydrate – sinkt der Insulinspiegel deutlich. Das liegt daran, dass dem Körper weniger Zuckerstoffe (Kohlenhydrate) zur Verfügung stehen und somit das Insulin weniger ausgeschüttet wird. Dadurch kommt es zu einer höheren Fettverbrennung und besseren Blutwerten, das wiederrum bannt die Gefahr an Diabetes und Adipositas zu erkranken. Dieser Ernährungsstil wirkt sich positiv und effektiv nicht nur auf die Figur aus, auch der Darm profitiert von der verminderten Kohlenhydrat-Aufnahme.

Im Darm befinden sich nicht nur die guten Bifidus- und Lactokulturen, sondern auch schädliche Bakterien und Pilze. Diese kleinen Plagegeister ernähren sich überwiegend aus dem Endproduktstoff Zucker, welcher aus der Verstoffwechselung von Kohlenhydraten entsteht, dadurch vermehren sich die Schädlinge mit schlimmen Folgen für die Verdauung – Blähungen, Durchfälle oder andere Verdauungsstörungen gehen auf ihr Konto.

Nur ein gut funktionierender Darm garantiert eine bestmögliche Abnahme oder die Erhaltung des Gewichts, daher ist es von Bedeutung sich vermehrt auf eiweißreiche Kost umzustellen und mit Kohlenhydraten sparsam umzugehen, es bedeutet aber nicht den völligen Verzicht. Wichtig hierbei ist, sich die richtigen Ernährungsgrundlagen zu schaffen: Fleisch, Fisch, Gemüse, ein wenig Obst, gute Fette (Omega-3-Fettsäuren) und Milchprodukte ohne Zuckerzusätze dürfen nicht fehlen. Aber auf Getreide, Nudeln, Kartoffeln und Reis sollte jedoch Verzicht geübt werden. Sie enthalten zu viel Stärke, die im Körper verstoffwechselt und wieder in Zuckerstoffe enden – erhöht den Blutzuckerspiegel und führt zu Darmproblemen.