Zucker hat viele Bezeichnungen – Achten Sie auf die Zutatenliste

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Wenn Zucker in Lebensmittel versteckt sind, wie erkennen wir, um welchen es sich handelt? In der Zutatenliste von Lebensmitteln versteckt sich Zucker allerdings oft hinter Bezeichnungen wie Glukose, Glukosesirup, Glucose-Fructose-Sirup, Galaktose, Saccharose, Laktose, Maltose, Maltodextrin, Monosaccharide, Disaccharide, Polysaccharide und Magermilchpulver.

Hinter den Versprechungen wie „zuckerfrei“ oder „ohne Zuckerzusatz“ steckt oft eine Mogelpackung. Ein Cappuccino Pulver mit der Aufschrift „ungesüßt“ kann trotzdem 40 Prozent Zucker aus Süßmolkenpulver enthalten. Hierbei muss der Hersteller auf die Nährwertliste das Wort „Zucker“ sowie der Anteil davon unter dem Wort „Kohlenhydrate“ schreiben, d.h. verpackte Lebensmittel müssen eine Nährwertkennzeichnung tragen, in der unter anderem die enthaltenen Mengen an Kohlenhydraten und Zucker aufgelistet sind. So manch ein Lebensmittel entpuppt sich als sehr zuckerlastig, wie zum Beispiel, der scheinbare gesunde Fruchtjoghurt kann bis zu 20 Gramm Zucker enthalten. Auch viele Fertiggerichte, Suppentüten, Früchtemüslis, Salatdressings oder Konserven sind „zuckerverseucht“. In Softdrinks wie Cola oder Orangenlimo ist der Zuckeranteil mit sieben Stück Würfelzucker in nur einem Glas sehr hoch.

Diäten und Ernährungsumstellung- Abspecken ohne zu hungern

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Dr. Klaus Uwe Gerhardt / pixelio.de

Der Unterschied zwischen einer Diät und eine Ernährungsumstellung, liegen in dessen Zeiten – die meisten Diäten sind von kurzweiliger Natur, hingegen Ernährungsumstellung von Dauer ist. Gerade bei Adipositas (Fettleibigkeit), Diabetes Typ2 und Darmerkrankungen ist es nicht getan mit einer schnellen Diät, hier wäre es sinnvoller eine lebenslange Ernährungsumstellung durchzuführen.

Aber welche Ernährungsumstellung ist tatsächlich sinnvoll? Ist es eine reduzierte Fettumstellung, mit dem englischen Namen: „Low Fat“, oder basiert die Umstellung auf eine Vollwertküche, in Zusammenhang mit vielen Vollkornprodukten, reichlichem Verzehr von Obst und Gemüse? Weder die eine oder noch die andere Variante sollten Diabetiker, Magen- und Darmerkrankte, sowie adipös Veranlagte wählen. Bei diesen Ernährungsformen können sich sogar Krankheiten verschlimmern. Wer sich Low Fat ernährt, entzieht dem Körper wichtige essentielle Lebensgrundlagen und wird dadurch unterversorgt.

Gute Fette (siehe auch unter der Kategorie Fett:) sind lebenswichtig, denn eine mangelhafte Zufuhr von Nährstoffen können chronische Entzündungen, Ablagerungen an den Gefäßen, eine dauerhafte geistige Beeinträchtigung nach sich ziehen. Auch sorgt das Fett für ein gutes Sättigungsgefühl, ist ein hervorragender Energielieferant, unterstützt die Produktion von Hormonen, sorgt für den Schmierstoff der Gelenke, hilft bei Vermeidung von Entzündungen, versorgt die Haut mit Feuchtigkeit, schützt uns vor Infektionskrankheiten und ist Träger von Geschmacksstoffen.

Die Vollwertküche liegt oft zu schwer im Magen, aber viel länger noch im Darmtrakt – der mitunter viel leisten muss, um an die Inhaltsstoffe zu gelangen. Häufig reagiert der Darm mit Bauchkrämpfen, Blähungen und Durchfällen. Gleichzeitig wird der Organismus mit den vielen Kohlenhydraten belastet.

Josef Stocker, ein Erfahrungsberichterstatter in Sachen Ernährung, sagt: „Die so genannte „Vollwert-Küche“ ist ein Irrweg. Unsere Bauchspeicheldrüse und der Insulinhaushalt schaffen die vielen Stärke- und Vollkornprodukte nicht, mögen sie noch so natürlich, unbearbeitet und roh und vollwertig und sonnengereift sein; und bei unserer vorwiegend sitzenden Lebensweise können wir sie nicht alle verbrauchen. Quelle: Josef-Stocker.de

Das bedeutet, dass die Vollwertkost nicht besonders gut geeignet ist, für eine gesunde Essensumstellung bei Diabetes oder Darmerkrankungen. Sie enthält zu viele Kohlenhydrate, sodass der Blutzuckerspiegel ständig erhöht ist und die Fettzellen immer neu gefüttert werden. Die beste Lösung ist, eine verminderte Aufnahme von Kohlenhydraten – Low Carb.

Mittlerweile belegen viele Studien, dass eine kohlenhydratarme Ernährung den Körper eher entlastet als belastet. Das Körperfett reduziert sich langsam aber stetig, wenn die Kohlenhydratzufuhr, bevorzugt aus Obst mit wenig Fruchtzucker, Milchprodukten ohne Zuckerzusätze und Gemüse, nicht mehr als 30 Gramm Kohlenhydrate am Tag übersteigt. Um das Gewicht halten zu können, bedarf der Kohlenhydratanteil pro Tag zwischen 60-80 Gramm.

Normalerweise verwendet der Körper Kohlenhydrate für eine schnelle Energieversorgung, stattdessen übernimmt das Eiweiß und das Fett, bei einer kohlenhydratreduzierten Ernährung, die Aufgabe. Deshalb ist es wichtig, eine ausreichende Zufuhr von Eiweiß zu gewährleisten. Die vermehrte Aufnahme von Eiweiß verhindert den muskulären Abbau bei einer Gewichtsreduzierung, sonst würde das Muskeleiweiß als Energiegewinnung des Körpers dienen – und somit eine Abbau hervorrufen. Die meisten Kraftsportler leben nach der Low Carb Methode.

Low Carb ist keine neue Erfindung von Ernährungsberatern dieser Zeit. Das Prinzip dieser Ernährungsform stammt aus dem 19. Jahrhundert. Sie wurde von dem Engländer: William Banting (1797-1878) durch sein Buch: Letter on Corpulence bekannt gemacht. Er selbst speckte mit Low Carb ab.

 

Zucker – Adern können sich verkleben durch zu viel Glukose im Blut

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© Beuke

Viele Menschen essen manchmal unwissentlich zuckerreicher, oder wer weiß schon, dass in manchen verarbeiteten Lebensmitteln das Fett gegen Zucker ausgetauscht wird? Zucker ist ebenso wie das Fett ein Geschmacksträger, aber Zucker wirkt im menschlichen Körper anders als das Fett. Ist im Blutkreislauf ständig zu viel Glukose (Zucker), verkleben irgendwann die Gefäßwände und die Folge könnte ein Verschluss von einer lebensnotwendigen Arterie sein – Herzinfarkt droht, so die Forscher der US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC).

Um den Blutzuckerspiegel und die Verdauungstätigkeit bei einem Reizdarmsyndrom zu normalisieren, kann ihnen hierbei eine Ernährungsumstellung auf Low Carb helfen – Low Carb reduziert die Zuckeraufnahme, korrigiert den gestörten Stoffwechsel, stabilisiert den Blutzuckerspiegel und reguliert die Verdauung.

Am Anfang einer Ernährungsumstellung auf kohlenhydratarme Kost, werden alle Kohlenhydratspeicher geleert. Der Körper registriert einen Zuckerentzug und verlangt Nachschub, wird keiner geliefert, so ist der Organismus in der Lage sich zuerst aus Eiweiß und dann aus Fett sich die benötigten Ersatzstoffe zu bilden. Diese Stoffwechselumstellung nennt man Ketose und hat den Vorteil, dass der Körper für seine Energiegewinnung auf das eigene Fett zurückgreift.

Meine Freundin Jutta Schütz (Autorin), bekannt durch ihre zahlreichen Veröffentlichungen, hat ihren Diabetes-Typ-2 erfolgreich mit der Low Carb Ernährung bekämpft. Ihre Bücher sind in der Fachwelt von einigen Ernährungsmedizinern, unter anderem Dr. Matthias Riedl, bekannt, die sich mit der Thematik „kohlenhydratarme Ernährung“ beschäftigen und mittlerweile sogar weiterempfehlen.

 

Darmgesundheit

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Bild: Stephanie Hofschläger / pixelio.de

Der Darm hat eine Länge von ungefähr acht Meter und in ihm tummeln sich etwa einhundert Billionen Bakterien. Sie unterstützen nicht nur die Verdauung, sondern übernehmen wichtige Körperfunktionen: Das Immunsystem, die Gesundheit der Haut und die Stressempfindlichkeit, dass alles wird über den Darm gesteuert.

Ein ungesunder Lebensstil lassen die guten Bakterien im Verdauungstrakt absterben. Der Darm gerät aus seiner Balance und reagiert mit Durchfall, Blähungen und mit Bauchschmerzen. Der Körper wird anfällig für Infekte, Allergien und Stress. Um die Darmflora wieder in das Gleichgewicht zu bringen, helfen sogenannte Probiotika. Das sind gute und lebende Mikroorganismen, Laktobazillen und Bifidobakterien, sie sind zuständig für den Erhalt des sauren Klimas im Darm und wirken gegen Fäulnisbakterien, Salmonellen und andere Krankheitserreger. Diese guten Mikroben befinden sich in Lebensmitteln wie in Milch, Joghurt, Quark und Käse, außerdem auch noch in Sauerkraut (bitte nicht essen, bei einem Reizdarmsyndrom).

Auch die kohlenhydratarme Ernährung bringt die Darmflora wieder ins Gleichgewicht – nur komplexe Kohlenhydrate, wie Gemüse (bei einem Reizdarmsyndrom nur gekocht oder gedünstet essen – besser verdaulich!) und Obst (mit wenig Furchtzuckeranteil) sowie eiweißreiche naturbelassene Lebensmittel wirken sich pre- sowie probiotisch auf den Verdauungstrakt aus.

Eine Reduktion von Kohlenhydrate ist für die Darmgesundheit wichtig, denn zu viele davon erhöhen die Vergärung im Darm und führt zu einer unangenehmen Gasbildung (Blähungen). Eine kohlenhydratreduzierte Ernährungsform kann die Vergärungsprozesse im Darm deutlich reduzieren. Weniger Kohlenhydrate bedeuten, weniger bis gar keine Beschwerden im gesamten Verdauungstrakt.

Auf Getreide (sämtliche Mehlsorten), Fabrikfertignahrung (viel Zucker), Fast Food und zuckerhaltige Getränke sollten Sie möglichst verzichten. Stattdessen sich mit frischen Nahrungsmitteln, wie Fleisch, Fisch, Obst (mit wenig Fruchtzuckeranteil), Gemüse, Milch, Nüsse und Samen anfreunden.

 

Eiweißreiche Lebensmittelliste

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Bild: knipseline / pixelio.de

Proteine Gehalt pro 100 Gramm – Gute Lieferanten sind:

  • Schweinefleisch, Kasseler (vom Metzger) – ca. 25 Gramm
  • Rind-, Geflügel- und Lammfleisch (vom Metzger) – ca. 20 Gramm
  • Schinken, geräuchert (vom Metzger) – ca. 21 Gramm
  • Geriebener getrockneter Hartkäse – ca. 33 Gramm
  • Hartkäse in Scheiben – ca. 24 Gramm
  • Schafskäse (Feta) – ca. 17 Gramm
  • Körniger Frischkäse, natur, 20% Fett – ca. 13 Gramm
  • Eiweißbrot – ca. 23 Gramm
  • Tofu – ca. 16 Gramm
  • Forelle, frisch – 25 Gramm
  • Thunfisch-Filets im eigenen Saft – ca. 25 Gramm
  • Kabeljau, natur – ca. 18 Gramm
  • Seelachsfilet, natur – ca. 18 Gramm
  • Matjes-Filets – ca. 16 Gramm
  • Lachs-Filets, natur oder geräuchert – ca. 21 Gramm
  • Mandeln – ca. 21 Gramm
  • Magerquark – ca. 12 Gramm
  • Vollmilch – ca. 4 Gramm
  • Naturjoghurt – ca. 4 Gramm
  • Ei – ca. 12 Gramm
  • Austernpilze – ca. 4 Gramm
  • Champignon – ca. 3 Gramm

Quelle: fddb.info/db/de/lebensmittel/ (Stand 4.10.2017)

Lektine – Warum sind Lektine im Weizen für die Gesundheit schädlich?

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Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Jede Pflanze enthält Lektine, sie sind ein Schutzmechanismus gegen Schädlinge – Lektine sind in der Lage sich an menschliche körpereigene Strukturen anzudocken und sie sogar zu schädigen. Wobei Lektine in viele Gemüsesorten völlig als harmlos zu bewerten sind, weil sie durch das Kochen abgebaut werden. Hier geht es nur um die Lektine, die sich im Weizen befinden. Sie sind besonders aggressiv und dazu noch hitze- und säurestabil – werden also beim Backen oder Kochen oder bei der Verdauung (Säure) nicht abgebaut.

Lektine schädigen sehr viele Darmzellen und somit die Darmschleimhaut. Die Darmwand wird durchlässig und so können Lektine ins Körperinnere gelangen. Lektine können sich so im ganzen Körper verbreiten. Sie heften sich an lebenswichtige Organe, in dessen Gewebe an. Der Körper versucht sich zu wehren – das Immunsystem greift die Lektine und somit auch das körpereigene Gewebe an.

Weizen Lektine stehen im Verdacht, eine Reihe von Erkrankungen zu fördern. Es kann zu Entzündungen kommen, und die Gefahr für Krankheiten wie Arthrose, Rheuma, Alzheimer, Herzinfarkt, MS, Diabetes, Magen- und Darmerkrankungen und Krebs steigt – ebenso erhöht sich das Risiko für Autoimmunerkrankungen. In verschiedenen Tierversuchen führten Lektine sogar zu Ablagerungen in den Blutgefäßen, außerdem kam es zu Wachstumsstörungen.

Ab jetzt nur noch Vollkorn essen? Bitte nicht! – Vollkorn enthält noch mehr Lektine und hat ebenso wie Weizen zu viele Kohlenhydrate (Stärke).

Wer sich kohlenhydratarm ernährt, verzichtet allein schon auf Weizen- und Vollkorn Produkte, wegen der vielen Kohlenhydrate in den verschiedenen Getreidesorten und jetzt wohl auch noch aus den obigen gennannten Gründen – alles der Gesundheit zuliebe.

Quelle: http://www.dr-feil.com/allgemein/weizen.html (Stand: 16.08.2017)
Quelle: Autorin: Jutta Schütz, Buch: Essen wir zu viele Kohlenhydrate?