Johannisbrotkernmehl ist ein Binde- und Verdickungsmittel

Johannisbrotkernmehl wird aus dem gemahlenen Samen des Johannisbrotbaumes gewonnen. Diese Pflanze wächst hauptsächlich in den Mittelmeerländern. Die getrockneten Früchte des Strauches sind das Johannisbrot, die geschälten Kerne (Samen) dienen zur Herstellung des Johannisbrotkernmehls. Das Johannisbrotkernmehl ist in heißem Wasser löslich, in kaltem Wasser bildet es Gele. Daher wird es als Verdickungsmittel und Stabilisator eingesetzt. In der Low Carb Ernährung wird es benutzt für z. B. Soßen, Marmeladen, Gelees, Speiseeis, Backwaren, Obst- und Gemüsekonserven. Johannisbrotkernmehl wirkt als Ballaststoff und gilt als unbedenklich. Doch Vorsicht: Ein übermäßiger Verzehr kann abführend wirken und in Einzelfällen kann Johannisbrotkernmehl Allergien auslösen. Z. B. bei Soja-Allergikern kann es unter Umständen zu Kreuzallergien mit diesem Zusatzstoff kommen. Das Johannisbrotkernmehl gibt es in Supermärkten oder Reformhäusern und Bioläden zu kaufen. Johannisbrotkernmehl ist glutenfrei, geschmacksneutral, und frei von verwertbaren Kohlenhydraten. Es ist ohne Anrechnung von BE (Broteinheiten) zu verwenden.

1 Gramm = ½ Teelöffel = 1 Portion Johannisbrotkernmehl reicht für zirka 100 ml Soße oder kalte Flüssigkeit, bzw. 200 ml Suppe oder Speisen, die nur wenig gebunden werden müssen. Kurz: Johannisbrotkernmehl ist ein natürliches Binde- und Verdickungsmittel – als Alternative zu Mehl und Eigelb.