Peinliche Momente – pupsen, furzen, rülpsen – in der Öffentlichkeit

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Bild: Verena N. / pixelio.de

Zu jeder Zeit kann es passieren, egal wo man sich gerade aufhält, ob nun in der Schule, auf der Arbeit oder in einem öffentlichen Verkehrsmittel. Hier nimmt der Darm keine Rücksicht auf etwaiges Publikum. Wie entsteht und woher kommt die Luft im Bauch? Viele Lebensmittel enthalten blähende Substanzen, die den Bauch mit Luft füllen. Auch wer sein Essen hastig verschlingt, verschluckt viel Luft. Der Darm hat den größten Anteil an der Bildung von Darmgasen – er bildet sie überwiegend selbst. Bei der Verdauung von Kohlenhydraten, Fetten und Proteine entsteht das Gas Kohlendioxid (CO2). Dieses Gas schwebt auch als Treibhausgas in der Erdatmosphäre – durch eine zu hohe Konzentration steigt die Temperatur auf der Erde. Das CO2 befindet sich auch im menschlichen Blut, ein Teil vom Gas wird abgeatmet. Der Rest wird mit anderen Gärungsstoffen (Verdauungsgase) im Darm vereint und entbläht sich schrittweise durch den natürlichen Darmausgang.

Oft kommt es vor, dass nach dem Essen sich ein Völlegefühl einstellt oder der Bauch sich fürchterlich aufbläht. Aus Zeitmangel und mit purer Hektik wird das Essen zu schnell verschlungen – jede Menge Luft geht mit runter, wobei sie entweder wieder nach oben oder nach unten entweicht. Süße und sehr fetthaltige Speisen bringen ebenfalls die Verdauung durcheinander. Manchmal können es auch gesunde Lebensmittel sein, vor allem die, die eine blähende Wirkung haben und den Bauch mit Luft füllen.

Bei übermäßiger Luftansammlung kann es passieren, dass der Darm verkrampft und mit heftigen Bauchschmerzen reagiert. Die Ursache könnte an der Zurückhaltung von Winden liegen, d.h. wer nicht rülpst und pupst verhindert die Entblähung.

Um den Darm bei seiner Verdauungsarbeit zu helfen, hilft langsames und gutes kauen, denn im Mund fängt schon die Verdauung an. Desweiteren auf blähende, sowie auf fett- und zuckerreiche Speisen möglichst verzichten. Wer es nicht kann oder möchte, ist mit bitteren Kräutern gut beraten – sie regen die Verdauungssäfte an. Mehr dazu im Beitrag „Gewürze & Kräuter – Was tun die kleinen Helferlein für die Gesundheit?“.