Johannisbrotkernmehl ist ein Binde- und Verdickungsmittel

Johannisbrotkernmehl wird aus dem gemahlenen Samen des Johannisbrotbaumes gewonnen. Diese Pflanze wächst hauptsächlich in den Mittelmeerländern. Die getrockneten Früchte des Strauches sind das Johannisbrot, die geschälten Kerne (Samen) dienen zur Herstellung des Johannisbrotkernmehls. Das Johannisbrotkernmehl ist in heißem Wasser löslich, in kaltem Wasser bildet es Gele. Daher wird es als Verdickungsmittel und Stabilisator eingesetzt. In der Low Carb Ernährung wird es benutzt für z. B. Soßen, Marmeladen, Gelees, Speiseeis, Backwaren, Obst- und Gemüsekonserven. Johannisbrotkernmehl wirkt als Ballaststoff und gilt als unbedenklich. Doch Vorsicht: Ein übermäßiger Verzehr kann abführend wirken und in Einzelfällen kann Johannisbrotkernmehl Allergien auslösen. Z. B. bei Soja-Allergikern kann es unter Umständen zu Kreuzallergien mit diesem Zusatzstoff kommen. Das Johannisbrotkernmehl gibt es in Supermärkten oder Reformhäusern und Bioläden zu kaufen. Johannisbrotkernmehl ist glutenfrei, geschmacksneutral, und frei von verwertbaren Kohlenhydraten. Es ist ohne Anrechnung von BE (Broteinheiten) zu verwenden.

1 Gramm = ½ Teelöffel = 1 Portion Johannisbrotkernmehl reicht für zirka 100 ml Soße oder kalte Flüssigkeit, bzw. 200 ml Suppe oder Speisen, die nur wenig gebunden werden müssen. Kurz: Johannisbrotkernmehl ist ein natürliches Binde- und Verdickungsmittel – als Alternative zu Mehl und Eigelb.

Eiweißpulver als Mehlersatz

Das Eiweißpulver (Proteinpulver) ist das Multitalent der kohlenhydratreduzierten Küche. Es wird eigentlich nur von Sportlern für den Muskelaufbau benutzt, es eignet sich aber auch sehr gut zum Kochen und Backen. Das Eiweißpulver als Mehlersatz wird immer beliebter in der Low Carb Ernährung, es hat je nach Hersteller einen Kohlenhydratwert von zirka 0,8 bis 5,0 pro 100 Gramm. Das Nahrungsergänzungsmittel gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen, ist darmverträglich, und erhältlich in Fitness-Studios, Reformhäusern, sowie in gut sortierten Drogerien und Supermärkte. Tipp: Achten Sie auf die Kohlenhydratangaben auf der Verpackung, je weniger Kohlenhydrate, desto besser!

Magnesium – kleines Mineral mit großer Wirkung


Viele Gesundheitsprobleme entpuppen sich als Folgeerscheinungen eines weit verbreiteten Magnesiummangels. Magnesium ist für den Menschen lebensnotwendig. Ein Mangel hat oft negative Auswirkungen.

Menschen, die ein sehr geringes Maß an Magnesium im Blut aufweisen, haben zusätzlich ein erhöhtes Risiko an Diabetes zu erkranken, so eine Studie aus den USA. Das Insulin wirkt durch den Mangel schlechter, so die Forscher. Magnesium ist ein kleines, aber durchaus für den Körper ein sehr wichtiges Mineral. Es reguliert zahlreiche Stoffwechselprozesse, steuert die Muskeln und dient dem Herz-Kreislaufsystem. Eine typische Magnesium-Unterversorgung kann sich wie folgt äußern: Verspannungen, Muskel- bzw. Wadenkrämpfe, Lidzucken, Kopfschmerzen, innere Unruhe, Herz-Rhythmusstörungen, Erschöpfung, Reizbarkeit, Rückenprobleme, Kribbeln in den Fingern, bis hin zur einer Depressionsentwicklung.

Sekundäre Ursachen, welche die Magnesiumbilanz im menschlichen Körper verschlechtern können, sind chronische Erkrankungen der Nieren, des Darms, Diabetes und diverse Medikamente (Antibiotika, Diuretika, Chemotherapeutika). Ernährungsstudien belegen, dass bei zirka 20 bis 40 Prozent der Bevölkerung ein latenter Magnesiummangel vorliegt. Viele Ärzte erkennen oftmals Magnesiummangel Symptome nicht gleich oder nehmen sie nicht ernst. Das liegt daran, dass die Ärzteschaft über zu wenige Kenntnisse dieses Krankheitsbild verfügt. So kann es durchaus vorkommen, dass ihnen kein Mangel diagnostiziert wird, obwohl sie einen haben.

Eine kohlenhydratarme Ernährung, nach dem Low Carb Prinzip, deckt den täglichen Bedarf an vielen wichtigen Mineralstoffen. Gerade die richtige Zusammenstellung bestimmter Lebensmittel versorgt den Körper mit den notwendigen Kraftstoffen.
In welchen natürlichen Lebensmitteln steckt der wertvolle Stoff Magnesium?
In Nüsse, besonders in Mandeln und Haselnüsse – es sind wichtige Magnesiumquellen. Aber auch in Hülsenfrüchte (Hülsenfrüchte nicht essen, bei einem Reizdarmsyndrom) Kürbiskerne, Himbeeren, Bananen (Bananen nicht essen, enthält zu viel Fruchtzucker), Kiwis und Ananas, sowie in grünes Gemüse sind gute Magnesium-Lieferanten. Viel trinken! Mineralwasser gehört zu den besten Magnesiumquellen.

Wer seine Magnesiumbilanz weiter erhöhen möchte, schafft es gut mit einem Nahrungsergänzungsmittel – 300 mg bis 400 mg pro Tag empfiehlt Prof. Dr. Jürgen Vormann, Institut für Prävention und Ernährung, Ismaning.