Tipps gegen den Herbst-Blues

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Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Tage werden jetzt kürzer, somit dunkler und auch kälter. Wie man trotz der kalten Regentage seine gute Laune behalten kann, zeigen folgende Tipps. Viel Bewegung an der frischen Luft, auch bei Regen lässt es sich gut im Park spazieren, befreit den Kopf, setzt Glückshormone frei, gibt dem Geist neue Energie. Und so ganz nebenbei steigert das Immunsystem die Abwehrkräfte. Wer viel lacht, hat gut lachen mit seiner Gesundheit. Lachen befördert viel Sauerstoff in die Zellen. Beim Lachen werden sehr viele Muskeln angespannt und der Kalorienverbrauch erhöht sich leicht. Wie schon beim Spazierengehen steigt auch hier die Immunabwehr. Durch kräftiges Lachen werden Stresshormone abgebaut und Glücksgefühle setzen ein. Ein weiterer guter Tipp gegen den „Herbst-Blues“ ist, sich regelmäßig mit Freunde für gemeinsame Kino- oder Theaterbesuche oder Spieleabende treffen – man bleibt mobil und hat viel Spaß. Gegen die dunkle Jahreszeit hilft auch ein bunter, duftender Strauß Blumen, er bringt nicht nur Farbe ins Dunkle, sie wecken mit ihren Düften Sommerfeelings. Jetzt schon an den nächsten Urlaub denken, dafür Kataloge wälzen oder sich im Internet über mögliche Reiseziele informieren, dass hebt die Stimmung. Interessant ist auch die Farbpsychologie, denn Farben können die Stimmung positiv oder negativ beeinflussen. Das Buch „Psychologie – kurz und knapp verpackt- Hilfreiches Wissen für die Seele“ enthält viele Verhaltenstipps, Tricks und Empfehlungen bei einer leichten bis mittelschweren Verstimmung.

Peinliche Momente – pupsen, furzen, rülpsen – in der Öffentlichkeit

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Bild: Verena N. / pixelio.de

Zu jeder Zeit kann es passieren, egal wo man sich gerade aufhält, ob nun in der Schule, auf der Arbeit oder in einem öffentlichen Verkehrsmittel. Hier nimmt der Darm keine Rücksicht auf etwaiges Publikum. Wie entsteht und woher kommt die Luft im Bauch? Viele Lebensmittel enthalten blähende Substanzen, die den Bauch mit Luft füllen. Auch wer sein Essen hastig verschlingt, verschluckt viel Luft. Der Darm hat den größten Anteil an der Bildung von Darmgasen – er bildet sie überwiegend selbst. Bei der Verdauung von Kohlenhydraten, Fetten und Proteine entsteht das Gas Kohlendioxid (CO2). Dieses Gas schwebt auch als Treibhausgas in der Erdatmosphäre – durch eine zu hohe Konzentration steigt die Temperatur auf der Erde. Das CO2 befindet sich auch im menschlichen Blut, ein Teil vom Gas wird abgeatmet. Der Rest wird mit anderen Gärungsstoffen (Verdauungsgase) im Darm vereint und entbläht sich schrittweise durch den natürlichen Darmausgang.

Oft kommt es vor, dass nach dem Essen sich ein Völlegefühl einstellt oder der Bauch sich fürchterlich aufbläht. Aus Zeitmangel und mit purer Hektik wird das Essen zu schnell verschlungen – jede Menge Luft geht mit runter, wobei sie entweder wieder nach oben oder nach unten entweicht. Süße und sehr fetthaltige Speisen bringen ebenfalls die Verdauung durcheinander. Manchmal können es auch gesunde Lebensmittel sein, vor allem die, die eine blähende Wirkung haben und den Bauch mit Luft füllen.

Bei übermäßiger Luftansammlung kann es passieren, dass der Darm verkrampft und mit heftigen Bauchschmerzen reagiert. Die Ursache könnte an der Zurückhaltung von Winden liegen, d.h. wer nicht rülpst und pupst verhindert die Entblähung.

Um den Darm bei seiner Verdauungsarbeit zu helfen, hilft langsames und gutes kauen, denn im Mund fängt schon die Verdauung an. Desweiteren auf blähende, sowie auf fett- und zuckerreiche Speisen möglichst verzichten. Wer es nicht kann oder möchte, ist mit bitteren Kräutern gut beraten – sie regen die Verdauungssäfte an. Mehr dazu im Beitrag „Gewürze & Kräuter – Was tun die kleinen Helferlein für die Gesundheit?“.

 

Gluten – Das Klebereiweiß sorgt für ähnliche Beschwerden wie beim Reizdarmsyndrom

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Gluten ist ein Klebereiweiß, das in vielen Getreidesorten, wie in Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Dinkel, Grünkern und in vielen älteren Sorten, die noch von früher her stammen, vorkommt.

Wer eine Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) hat, hat auch unter Durchfällen und andere Symptome zu leiden. Zöliakie ist eine chronische Erkrankung der Dünndarmschleimhaut und kann nicht geheilt werden, weil sie genetische Ursachen haben soll. Man vermutet aber auch, dass ein Enzymmangel im Dünndarmbereich schuld sein kann.

Die glutenhaltigen Nahrungsmittel verursachen eine massive Entzündung der Dünndarmschleimhaut. Durch die Zerstörung der Dünndarmschleimhautzellen kommt es auch vorrübergehend zu einer Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz). Bei fortgeschrittener Krankheit bilden sich die Darmzotten zurück und es kommt zu Mangelerscheinungen des Körpers, weil die Nahrung nicht genügend aufgenommen werden kann. Der Organismus wird immer schwächer bis hin zur Auszerrung.

Diese Krankheit ist nur sehr schwer zu erkennen, weil das Krankheitsbild unterschiedlich sein kann. Nicht jeder Betroffene hat immer gleichzeitig alle Symptome:

  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Blähungen
  • Bauchschmerzen/Darmkrämpfe
  • Gewichtsverlust
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Entzündung der Mundschleimhaut

Weitere Symptome sind Begleiterscheinungen:

  • Kraft- und Antriebslosigkeit
  • Knochenschmerzen/ Muskelschmerzen
  • Arthritis
  • Ödeme (Wassereinlagerungen)
  • Hautausschlag
  • Eisenmangel
  • Vitamin D- und Kalziummangel
  • Unsicherheit beim Gehen
  • Depressionen
  • Angststörungen/Panikattacken
  • Kopfschmerzen
  • Epilepsie
  • Demenz

Lebensmittel mit Gluten: Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Dinkel, Grünkern, Urkorn, Grieß (außer Maisgrieß) und Paniermehle. Alle aus dem Handel stammenden Backwaren:

  • Brot, Brötchen, Baguette
  • Kekse, Torten, Kuchen, Blätterteig, Müsliriegel, Waffeln, Salzgebäck.

Alle aus dem Handel stammenden Teigwaren:

  • Nudeln, Gnocchi, Pizzaboden, Knödel
  • Fertig Gerichte, Soßen (glutenhaltigen Bindemittel)
  • Konserven (glutenhaltigen Gewürzen oder Aromen)
  • Wurst, marinierte Fleischwaren (glutenhaltigen Gewürze u. Bindemittel)
  • Müslis mit Getreidezusätzen
  • Alle fertigen Lebensmittel, wie Light-, Dessert-, Pudding Produkte

(Austausch von Zucker und Fett gegen glutenhaltigen Ersatzmittel.)

  • Panierte Fleischgerichte- und Fischgerichte
  • Getränke: Bier, Malzbier, Whiskey
  • Kosmetikartikel, Medikamente, Zahnpflegeprodukte

Lebensmittel ohne Gluten, alle im reinen Zustand (unverarbeitet):

  • Reis, Mais, Maismehl, Maisgrieß, Maisstärke, Buchweizen, Hirse, Amarant, Quinoa, Kartoffeln, Kartoffelmehl, Hülsenfrüchte (keine Konserve), Johannisbrotkernmehl, Guarkernmehl, Sonnenblumenkerne, Nüsse, Mandeln, Sesam, Leinsamen, Kürbiskerne, Mohn
  • Alle Sojaprodukte ohne Zusätze
  • Obst, Gemüse, Salat
  • Milch, Buttermilch, Quark, Frischkäse (Natur), Naturjoghurt, Naturkäse, Butter, Mozzarella in Salzlake
  • Fleisch, Fisch, Eier
  • Pflanzenöle, Salz, reine Kräuter, reine Gewürze
  • Zucker, Honig, Konfitüre, Marmelade
  • Getränke: Mineralwasser, 100% Fruchtsäfte ohne künstliche Zusätze, gilt auch für Kaffee und Tee, Wein, Sekt Weinbrand, Obstbranntwein, Rum und Gin

und von seinen mineralstoffreichen Hüllen befreit (mit Beimischung eines Pulvers aus Benzolperoxyd und Kaliumphosphat).

Quelle: Deutsche Zöliakie Gesellschaft e.V.