Low Carb hilft auch bei Candida albicans

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Es gibt essbare Pilze, die gehören in den Kochtopf und andere hingegen beeinträchtigen die Gesundheit. Hierbei handelt es sich nicht um diverse Giftpilze, die im Wald sprießen, sondern vielmehr um die Pilzerkrankung: Candida albicans.

Candida albicans ist ein Pilz und gehört der Candida Gruppe an. Dieser Pilz kann ein ständiger Begleiter in unserem und auf unserem Körper sein. Er siedelt sich auf Schleimhäuten, Genitalbereich, zwischen den Zehen und auf Nägeln, sowie im Darm an. Meistens ist er jedoch von harmloser Natur. Dennoch kann er uns Probleme bereiten, wenn eine Immunschwäche auftritt oder andere Krankheiten den Körper belasten.

Typische Symptome können sein:
• Müdigkeit
• Juckreiz auf der Haut/oder an den Schleimhäuten/oder am Darmausgang
• Magenprobleme
• Vermehrte Blähungen
• Brüchige Finger- oder Fußnägel
• Häufige Kopfschmerzen
• Heißhunger auf Süßigkeiten
• Schmerzen in den Gelenken
• Allergien
• Häufige Pilzerkrankungen im Genitalbereich

Bei Erkrankungen wie Zöliakie, Zuckerkrankheit (Diabetes), Rheuma, Krebs, Aids, Schwächung des Immunsystems oder sogar Stress hat Candida albicans gute Chance den Körper massiv zu „überfallen“.

Um das Gleichgewicht wieder herzustellen, bedarf es Antipilz-Medikamente und eine Ernährungsumstellung auf kohlenhydratarme Kost, denn Candida albicans lebt vom Zucker.

Auf sämtliche Zuckerarten und -sorten sollte verzichten werden:
Haushaltszucker, Diabetikerzucker, Fruchtzucker (Fruktose), Rohrzucker, Honig, Rübensirup, Glukose, usw.
Nicht erlaubt sind: Fabrikfertige oder vom Bäcker hergestellte Backwaren. Diese Produkte enthalten viel Zucker und sind auf Mehlbasis gebacken. Das Mehl enthält Stärke, das sich im Körper zu Glukose (Zucker) umwandelt.

Auch auf Obst und Obstsäfte sollte verzichtet werden, wegen dem Fruchtzucker. Auf Mehl, Stärke und stark kohlenhydratbelastete Lebensmittel ebenfalls.

Der Milchzucker (Laktose) ist die einzige Ausnahme hierbei, er kann nicht von Hefepilze – zu dieser Gattung gehört der Candida albicans -, verstoffwechselt werden. Für einen optimalen Aufbau der Darmflora gehören probiotische Lebensmittel, in denen Milchsäurebakterien/ Laktobazillen und Bifidobakterien stecken – es sind die Gegenspieler des Candida albicans – täglich auf dem Speiseplan.

Erlaubte Lebensmittel sind:
Milchprodukte: Naturjoghurt, Quark, Hartkäse, Frischkäse, Sahne, Crème Fraiche, Schmand, Schnitt-, Schmelz- und Weichkäse.

Fleisch und Wurstwaren: Geflügel, Wild, Lamm, Kaninchen, Rind und Schwein,
Frischwurst, Schinken, Rauchfleisch, zuckerfreie Dauer- und Streichwurst, alle Wurstsorten, Schinken, Tofu.

Fisch: Meeres- und Süßwasserfische, Calamari (ohne Panade), Krabben, Shrimps und andere Krebstiere. Fischkonserven im eigenen Saft und in Öl.

Getränke ohne Zuckerzusätze:
Limonaden (nur mit Süßstoff gesüßt), Kaffee, Tee, Kräutertee, Gemüsesäfte, Mineralwasser.

Zusätzliche Lebensmittel ohne Zuckerzusätze: Tofu, Sojamilch, Sojaöl, Sojasprossen, Kakaopulver, Nüsse, Samen, Eier, klare Brühe, Bouillons, klare Suppen, Essig Öl und Majonäse 80%.

Quelle: Deutsche Candida Hilfe e.V.

SOS-Tricks bei kleinen Verdauungsbeschwerden

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Bei übermäßiger Luftansammlung kann es passieren, dass der Darm verkrampft und mit heftigen Bauchschmerzen reagiert. Die Ursache könnte an der Zurückhaltung von Winden liegen, d.h. wer nicht rülpst und pupst verhindert die Entblähung.

Starke Luftansammlungen im Magen- und Darmtrakt können verhindern werden durch: Die Mahlzeiten mit den Zähnen richtig kauen, dadurch wird die Nahrung gründlich zerkleinert und weniger Luft kommt mit dem Speisebrei im Magen. Beim Essen möglichst wenig reden, denn auch hierbei wird viel Luft verschluckt.

Schon kleine Tricks helfen Ernährungsfehler kurzfristig zu korrigieren. Kleine Helfer in Form von Kräutern und Gewürzen (Tee), wie Baldrian, Melisse, Pfefferminze, Fenchel, Kümmel und Anis können den Darm schon etwas beruhigen.

Bewegung löst Verdauungsbeschwerden – Ein Spaziergang lockert das Verdauungssystem, eingesperrte Gase werden dadurch befreit.

Kurzbericht über meine Reizdarm-Zeit

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Frau Rolfes / pixelio.de

Meine Reizdarm-Zeit beginnt im Jahr 2004 mit starken Bauchkrämpfen und täglichen Durchfällen. Ich entschied mich für einen Besuch bei meinem Hausarzt, aber erst nachdem ich schon alle freiverkäuflichen Medikamente, die auf dem Markt verfügbar sind, ausprobiert hatte. Er überwies mich zum Darmspezialisten, jedoch blieb die Ursache verborgen und somit kam keine Diagnose zustande. Mithilfe von rezeptpflichtigen Tabletten und den allgemeinen Tipp in der Tasche, dass ich eine ballaststoffarme Ernährung bitte bevorzugen möchte, dürfte alles bald wieder in Ordnung kommen. Durch die regelmäßige Einnahme von den verschriebenen Tabletten verging ein volles Jahr, aber die schmerzhaften Diarrhöen blieben mir weiterhin erhalten. Verzweifelt suchte ich nach einem Ausweg, schließlich wollte ich wieder gesellschaftsfähig werden und meine ständigen unhöflichen Begleiter, die „schmerzbehafteten Durchfälle“ endlich loswerden. Nach fünf Jahren Dauerquallen, ist es mir letztendlich doch noch gelungen, mich von meinen quälenden WC-Dauersitzungen zu befreien.

Ich lebe bis heute beschwerdefrei, dank meiner eigenen entwickelten Low Carb Variante für den empfindlichen Darm – Low Carb bei Reizdarm.

Brot – Der Dickmacher

Bild: Siegfried Fries / pixelio.de

Warum macht das Brot dick? Es wird aus Getreide hergestellt und ist ein stärkehaltiges Ackerprodukt mit vielen Kohlenhydraten. Die Stärke (Kohlenhydrate) wandelt der Körper mit Hilfe von Insulin in Glukose (Zucker) um. Wird die Glukose nicht vom Organismus vollständig verbraucht, speichert der Körper die restliche Glukose als Energiereserve in Fett um. So entsteht mehr Körperfett – das berühmt, berüchtigte Hüftgold.

Es gibt eine Alternative zum stärkehaltigen Mehl – Nüsse, z.B. gemahlene Mandeln, sie eignen sich wunderbar zum Brot, Kuchen oder Kekse backen. Die Mandeln haben erheblich weniger Kohlenhydrate, liefern gute Fette und kleistern den Darm nicht mit Gluten (Weizenkleber) zu.

In den Supermärkten gibt es heutzutage schon Brote, die auf Nuss- oder Eiweiß Basis beruhen. Aber Achtung, auch hier sollten Sie immer auf die Zutatenliste des jeweiligen Brotherstellers schauen, ob nicht doch etwas dazu gemogelt worden ist.

Getreide – Gesunde Ernährung aufs Korn genommen

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Ernährungsexperten streiten sich immer häufiger, welche Ernährung denn gesund sei. Die einen sagen Vollkorn- und Getreideprodukte, sowie viel Rohkost soll Hauptbestandteil der täglichen Ernährung sein, andere hingegen raten genau von dieser Ernährungsweise ab.

Was ist nun richtig? Fakt ist nun einmal, dass genau jene Vollkorn- oder Getreideprodukte uns gesundheitliche Schäden zufügen können. Getreide gehört zwar schon seit etwa 10.000 Jahren zur Ernährung des Menschen, doch wird es allein durch diesen Zeitfaktor nicht automatisch zu einem gesunden Bestandteil der Ernährung.

Das zeigt sich anhand der immer mehr werdenden Diabetikern und Darmerkrankten in den Industrieländern. Es werden Unmengen von Getreide in der Lebensmittelindustrie verarbeitet. Der Brotkonsum hat in den letzten 30 Jahren drastisch zugenommen und damit nehmen wir eine Menge künstlicher Zusätze zu uns: Backhilfsmittel, Antischimmelmittel, Farbstoffe, Aromen, Phosphate, Mehlbehandlungsmittel, etc.

Das Korn, Gluten und der große Anteil an Stärke führt zu Irritationen – Stärke plus Gluten ergibt in unseren Eingeweiden eine klebrige Masse, die nicht vollständig verdaut werden kann. Bei der Verdauung entstehen Säuren, es kommt zu Ablagerungen und Übersäuerungen – und das Tag für Tag. Neben Magen- und Darmbeschwerden, Arthrose, Gicht und Rheuma kommt es auch zu lästigen Hämorrhoiden, die wieder in wenigen Wochen, wenn man weniger Getreide isst verschwinden.

Zusätzlich kann das Zusammenspiel von Getreide, Zucker und Fett krampfartige Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfälle auslösen, so passiert in meiner eigenen Reizdarmzeit.

Die Wirkung von Ballaststoffen

©Beuke

Ballaststoffe bestehen aus *Kohlenhydrate und gehören zur Familie von Polysaccharide, also zu den Mehrfachzuckern. Sie kommen in pflanzlichen Lebensmitteln, wie in Getreide, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten vor.

Ballaststoffe können nur teilweise im Darm verdaut werden, das liegt zum einen daran, das ihm möglicherweise ein wichtiges Verdauungsenzym oder ein Transportmittel für die Beförderung durch die Zellwand aus dem Darm in die Darmschleimhaut fehlt, so die Erkenntnis der Wissenschaft.

Meine persönliche Erfahrung mit Ballaststoffen, ist, dass sie bei reichhaltiger Aufnahme Blähungen und Durchfälle verursachen. Vor allem bei Rohkost ist der Darm (über)gefordert, er muss sich fürchterlich anstrengen um an die Inhaltstoffe zu gelangen, dabei werden vermehrt Darmgase gebildet – schmerzhafte Blähungen sind dann die Folge.

Nun möchte ich die Ballaststoffe nicht gänzlich verteufeln, schließlich besitzen sie auch gute Eigenschaften. Sie sind in der Lage schädliche Stoffe im Darm zu binden und auszuscheiden, darüber hinaus tragen sie die lebensnotwendigen Vitamine und Mineralstoffe in sich, die der Körper für ein gesundes Dasein braucht.

Ich befürworte Ballaststoffe in Form von gedämpften, gekochten oder gebratenen Gemüse/Obst zu essen, es ist für den Darm leichter so an die essenziellen Stoffe zu gelangen. Das sieht beim Getreide wieder ganz anders aus, sie enthalten zwar Ballaststoffe, dennoch kann ich ihre Aufnahme nicht empfehlen. Der Grund hierfür liegt in der Getreidestärke, insbesondere mit der Kombination von Fruchtzucker, führt es zu einer Vergärung im Darm – auch hier sind schmerzhafte Blähungen mit Durchfällen die Folge.

Mehr zum Thema *Kohlenhydrate in der Kategorie: Kohlenhydrate/Zucker

Omega-3-Fettsäuren – Alles in Butter?

Für die Menschen sind gute Fette lebenswichtig, denn eine mangelhafte Zufuhr von Nährstoffen können chronische Entzündungen, Ablagerungen an den Gefäßen, eine dauerhafte geistige Beeinträchtigung nach sich ziehen. Auch sorgt das Fett für ein gutes Sättigungsgefühl, ist ein hervorragender Energielieferant, unterstützt die Produktion von Hormonen, sorgt für den Schmierstoff der Gelenke, hilft bei Vermeidung von Entzündungen, versorgt die Haut mit Feuchtigkeit, schützt uns vor Infektionskrankheiten und ist Träger von Geschmacksstoffen.

Omega-3-Fettsäuren haben außerdem noch eine positive Wirkung auf den Blutkreislauf. Der Blutdruck wird abgesenkt, dadurch verringert sich ein Herzinfarkt-Risiko. Die Fließeigenschaft des Blutes wird verbessert. Die Neigung zur Verklumpung des Blutes nimmt deutlich ab. Dieses besondere gute Fett ist vor allem in Lachs, Hering und Makrele vorhanden, außerdem noch in Leinsamen-, Soja-, Walnuss-, Haselnuss- und Rapsöl.

Pro Tag sollte der Verzehr bei 300 mg liegen, das entspricht in etwa zwei Fischmahlzeiten pro Woche oder mit guten Ölen, die Omega-3-Fettsäuren enthalten, seine Gerichte herstellen.

Alles in Butter? Wer täglich ein Hauch Butter auf sein Low Carb Brot streicht, ist damit besser bedient als mit der schlechten transfettsäurehaltigen Margarine. Butter wird schon seit tausende von Jahren verzehrt und ist somit eine der ältesten Fettaufstriche.

Im Zeitalter der Industrialisierung hat die Margarine vermehrten Zugang zum Verbraucher gefunden und die Butter somit degradiert. Natürlich ist Butter kein Schlankmacher, sie hat über 700 Kalorien und 82 Gramm Fett pro 100 Gramm Butter, der Rest ist Wasser und Eiweiß. Gleichzeitig steht sie in der Kritik einen viel zu hohen Cholesterinwert in sich zu tragen. Der aber mit Hilfe des körpereigenen HDL-Spiegel im Blut (High Density Lipoprotein – umgangssprachlich: Hab dich lieb Cholesterin), gutes Cholesterin, wieder ausgeglichen wird. Das ist bei Transfettsäuren, die in der künstlich hergestellten Margarine steckt, völlig anders, der LDL-Spiegel steht für schlechtes Cholesterin, bleibt erhöht und das gute Cholesterin HDL fällt zusätzlich ab. Viele wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, das verarbeitete Nahrungsmittel, wie z.B. Fertiggerichte, Gebäck, Eiscreme, Schokolade und frittiertes Essen, mit erhöhten Anteilen von Transfettsäuren zu Arteriosklerose bis hin zu erhöhten Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko führen kann.

Magnesium – kleines Mineral mit großer Wirkung


Viele Gesundheitsprobleme entpuppen sich als Folgeerscheinungen eines weit verbreiteten Magnesiummangels. Magnesium ist für den Menschen lebensnotwendig. Ein Mangel hat oft negative Auswirkungen.

Menschen, die ein sehr geringes Maß an Magnesium im Blut aufweisen, haben zusätzlich ein erhöhtes Risiko an Diabetes zu erkranken, so eine Studie aus den USA. Das Insulin wirkt durch den Mangel schlechter, so die Forscher. Magnesium ist ein kleines, aber durchaus für den Körper ein sehr wichtiges Mineral. Es reguliert zahlreiche Stoffwechselprozesse, steuert die Muskeln und dient dem Herz-Kreislaufsystem. Eine typische Magnesium-Unterversorgung kann sich wie folgt äußern: Verspannungen, Muskel- bzw. Wadenkrämpfe, Lidzucken, Kopfschmerzen, innere Unruhe, Herz-Rhythmusstörungen, Erschöpfung, Reizbarkeit, Rückenprobleme, Kribbeln in den Fingern, bis hin zur einer Depressionsentwicklung.

Sekundäre Ursachen, welche die Magnesiumbilanz im menschlichen Körper verschlechtern können, sind chronische Erkrankungen der Nieren, des Darms, Diabetes und diverse Medikamente (Antibiotika, Diuretika, Chemotherapeutika). Ernährungsstudien belegen, dass bei zirka 20 bis 40 Prozent der Bevölkerung ein latenter Magnesiummangel vorliegt. Viele Ärzte erkennen oftmals Magnesiummangel Symptome nicht gleich oder nehmen sie nicht ernst. Das liegt daran, dass die Ärzteschaft über zu wenige Kenntnisse dieses Krankheitsbild verfügt. So kann es durchaus vorkommen, dass ihnen kein Mangel diagnostiziert wird, obwohl sie einen haben.

Eine kohlenhydratarme Ernährung, nach dem Low Carb Prinzip, deckt den täglichen Bedarf an vielen wichtigen Mineralstoffen. Gerade die richtige Zusammenstellung bestimmter Lebensmittel versorgt den Körper mit den notwendigen Kraftstoffen.
In welchen natürlichen Lebensmitteln steckt der wertvolle Stoff Magnesium?
In Nüsse, besonders in Mandeln und Haselnüsse – es sind wichtige Magnesiumquellen. Aber auch in Hülsenfrüchte (Hülsenfrüchte nicht essen, bei einem Reizdarmsyndrom) Kürbiskerne, Himbeeren, Bananen (Bananen nicht essen, enthält zu viel Fruchtzucker), Kiwis und Ananas, sowie in grünes Gemüse sind gute Magnesium-Lieferanten. Viel trinken! Mineralwasser gehört zu den besten Magnesiumquellen.

Wer seine Magnesiumbilanz weiter erhöhen möchte, schafft es gut mit einem Nahrungsergänzungsmittel – 300 mg bis 400 mg pro Tag empfiehlt Prof. Dr. Jürgen Vormann, Institut für Prävention und Ernährung, Ismaning.

Nüsse – gesund, aber auch gut verträglich?

©Beuke

Nüsse enthalten wichtige Nährstoffe – Nüsse sind bei regelmäßigem Verzehr eine nährstoffreiche, gesunde Zwischenmahlzeit. Sie sind eine pflanzliche Naturgabe mit einem hohen Proteingehalt, bieten gute Ballaststoffe und Vitamine an, beinhalten wenig Zucker und sind von Natur aus salzfrei. Das Herz-Kreislaufsystem, der Darm und der Blutzuckerspiegel werden durch Nüsse positiv reguliert.

Die Knabberkerne bieten viele gesundheitliche Vorteile, viele von ihnen haben einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und enthalten nur wenig gesättigte Fettsäuren. Das Herz und Kreislaufsystem wird vor Arteriosklerose geschützt und senkt das Risiko an Diabetes und Parkinson zu erkranken. Mehrere Studien zeigen, dass die Blutfettwerte durch den regelmäßigen Verzehr sich verbessern, die Cholesterin- und Triglyceridwerte verringerten sich, dass ergaben wissenschaftliche Untersuchungen von der Loma-Linda-Universität aus Kalifornien und der amerikanischen Harvard Universität.

Auch das Institute of Food Research hat eine eigene Studie durchgeführt, mit dem Ergebnis: Das fettreiche Mandeln prebiotische Eigenschaften besitzen und somit das Wachstum der gesunden Bakterien im Darm (Bifidobakterien) fördern. Diese wichtigen Bakterien schaffen im Darm eine gesunde und ausgeglichene Balance zu den schädlichen Darmbakterien (Salmonellen, E.-coli Bakterien, Fäulnisbakterien).

Vor mehr als 20 Jahren entdeckten schon japanische Forscher, dass Bifidobakterien zu den wichtigsten Bestandteilen der Darmflora gehören.

Mandeln enthalten Folsäure es ist ein essentielles Vitamin, welches der menschliche Organismus nicht selbst herstellen kann, es muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Dieses wichtige Vitamin spielt eine entscheidende Rolle beim Aufbau von sich häufig teilenden Zellen. Auch das Riboflavin ist für den Menschen äußerst wichtig, denn es übernimmt wichtige Stoffwechselaufgaben im Körper.

Walnüsse enthalten gute Inhaltsstoffe Vitamin E, Mineralstoffe, Spurenelemente und haben einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Diese Fettsäuren sind bekannt dafür, dass sie den Blutdruck senken, Entzündungen in den Arterien hemmen und verhindern das Verklumpen von Blutplättchen, somit wird die Gefahr an Arterienverschlüsse gebannt.
Allerdings sind Nüsse ein kalorienreiches Naturprodukt, wegen ihres hohen Fettanteils, aber dennoch sollten sie auf dem täglichen Speiseplan stehen.
Nüsse pro 100 Gramm

  • Pekannüsse = 692 Kalorien.
  • Macadamianüsse = 731 Kalorien.
  • Paranüsse = 703 Kalorien.
  • Walnüsse = 667 Kalorien.
  • Haselnüsse = 628 Kalorien.
  • Mandeln Gramm = 605 Kalorien.
  • Erdnüsse = 561 Kalorien.

30-50 Gramm Nüsse täglich als Zwischenmahlzeit oder in einem Frucht- oder Obstsalat sollten reichen für eine ausgewogene und gesunde Ernährung.Mandeln können sogar beim Abnehmen helfen, obwohl sie zu den nährstoffreichsten Nüssen zählen. Einige Wissenschaftler fanden heraus, wer regelmäßig Mandeln verzehrt, wiegt weniger als Personen die gar keine essen. Eine Erklärung dazu: Mandeln sind ein natürlicher Sattmacher, in ihnen steckt ein hoher Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren, die wiederum helfen den schlechten Cholesterinspiegel (LDL) zu senken und beugt ebenso wie das Vitamin E, eine Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems vor. Mandeln sind also nicht nur für Diabetiker interessant, weil sie den Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit regulieren, sondern auch für Menschen, die auf ihr Gewicht und ihre Gesundheit achten.

Nach meiner Erfahrung sind gemahlene Nüsse, wie Mandeln oder Haselnüsse sehr gut verdaulich und somit darmverträglich. Ich nehme Nüsse anstelle von Getreide (Mehl) für Selbstgebackenes – Brot, Kuchen und Kekse.

Was sind Kohlenhydrate?

Kohlenhydrate sind nichts anderes als Zucker (Saccharide), in jeglicher Form und Art. Kohlenhydrate bestehen aus Zuckermolekülen und müssen mit Hilfe von Enzymen zu Monosaccharide (Glukose) im Körper aufgespalten werden. Kohlenhydrate werden dazu in drei Gruppen eingeordnet, nach dem jeweiligen Aufbau ihrer Zuckermoleküle.

1. Gruppe: Monosaccharide/Einfachzucker, besteht aus einem Zuckermolekül.

  • Glukose (Traubenzucker) ist in Obst,
  • Fruktose (Fruchtzucker) in Obst und Honig,
  • Galaktose (Schleimzucker) ist in der Milch vorhanden.

2. Gruppe: Disaccharide/Zweifachzucker, bestehen aus zwei Zuckermolekülen.

  • Saccharose ist in Haushalts-, Rohr-, und Rübenzucker,
  • Laktose (Milchzucker) ist in Milch und Milchprodukte,
  • Maltose (Malzzucker) ist in Gerste, Bier und im Malzextrakt vorhanden.

3. Gruppe: Polysaccharide/Vielfachzucker bestehen aus mehreren Zuckermolekülen.

  • Stärke ist in Kartoffeln, Reis, Getreide (Brot), Hülsenfrüchte.
  • Glykogen gespeichert in Leber und Muskeln.
  • Cellulose ist in Pflanzen (Gemüse und Obst) enthalten.

Die Monosaccharide (Glukose, Fruktose, Galaktose) fließen unverdaut, d.h. sie gehen direkt vom Dünndarm in den Blutkreislauf – somit steigt der Blutzuckerspiegel rasant an. Etwas anders verhält es sich bei Di- und Polysaccharide – Sie müssen erst im Dünndarm zu Monosaccharide gespalten und zu Glukose werden. Allerdings verfügen die Polysaccharide über eine kompliziertere Molekülstruktur, es braucht daher eine längere Zeit zur Aufspaltung. Dadurch erfolgt die Glukose in den Blutkreislauf langsam und gleichmäßig – somit steigt der Blutzuckerspiegel nur allmählich an und bleibt über längere Zeit konstant. Eine wichtige Erkenntnis in Sachen Ernährungs- und Diabetikerlehre.

Quelle: Jochen Lehmann – Buch: Kohlenhydrate. Chemie und Biologie – Verlag: Wiley-Vch; Auflage:2 (1996)