100 Billionen „Facharbeiter“ sind im Darm tätig

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Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Die im Darm befindlichen Bakterien beeinflussen unsere Gesundheit, sie entscheiden sogar mit, ob wir an Diabetes oder an Allergien erkranken oder Adipös (dick) werden können. Hierbei ist entscheidend, welche Bakterienstämme unseren Darm besiedelt haben, so die Forscher. Wie man Krankheiten mit Hilfe von bestimmten Bakterien heilen könnte, dass wollen Wissenschaftler in ihrer Forschung herausfinden.

Darmbakterien – Diese kleinen Winzlinge sind die „Facharbeiter“ in der Nahrungsverwertung – sie machen das Essen verdaulich, entnehmen und verarbeiten Nährstoffe, produzieren sogar Vitamine und sind in der Lage Medikamente sowie Gifte abzubauen. Außerdem unterstützen sie unser Immunsystem.

Jeder Mensch kann mithelfen seine Gesundheit zu erhalten oder zu verbessern, indem er auf seinen Lebensstil und Ernährung achtet. Hierzu bedarf es eigentlich gar nicht viel: Mehr Bewegung (unterstützt die Verdauung) im Alltag (muss ja nicht gleich ein Marathon sein), Treppensteigen, Fahrradfahren, Spazierengehen, (in der Frühstücks- oder Mittagspause oder nach dem Abendessen) oder Hometrainer öfters mal benutzen (wer einen hat). Bei der Ernährung sollte man möglichst auf Zucker verzichten und zu kohlenhydratarme Lebensmittel greifen – Hierzu habe ich mehrere Beiträge geschrieben, unter anderem, „Tipps für Low Carb Anfänger“ in der Kategorie: Low Carb Infos.

 

 

Johannisbrotkernmehl ist ein Binde- und Verdickungsmittel

Johannisbrotkernmehl wird aus dem gemahlenen Samen des Johannisbrotbaumes gewonnen. Diese Pflanze wächst hauptsächlich in den Mittelmeerländern. Die getrockneten Früchte des Strauches sind das Johannisbrot, die geschälten Kerne (Samen) dienen zur Herstellung des Johannisbrotkernmehls. Das Johannisbrotkernmehl ist in heißem Wasser löslich, in kaltem Wasser bildet es Gele. Daher wird es als Verdickungsmittel und Stabilisator eingesetzt. In der Low Carb Ernährung wird es benutzt für z. B. Soßen, Marmeladen, Gelees, Speiseeis, Backwaren, Obst- und Gemüsekonserven. Johannisbrotkernmehl wirkt als Ballaststoff und gilt als unbedenklich. Doch Vorsicht: Ein übermäßiger Verzehr kann abführend wirken und in Einzelfällen kann Johannisbrotkernmehl Allergien auslösen. Z. B. bei Soja-Allergikern kann es unter Umständen zu Kreuzallergien mit diesem Zusatzstoff kommen. Das Johannisbrotkernmehl gibt es in Supermärkten oder Reformhäusern und Bioläden zu kaufen. Johannisbrotkernmehl ist glutenfrei, geschmacksneutral, und frei von verwertbaren Kohlenhydraten. Es ist ohne Anrechnung von BE (Broteinheiten) zu verwenden.

1 Gramm = ½ Teelöffel = 1 Portion Johannisbrotkernmehl reicht für zirka 100 ml Soße oder kalte Flüssigkeit, bzw. 200 ml Suppe oder Speisen, die nur wenig gebunden werden müssen. Kurz: Johannisbrotkernmehl ist ein natürliches Binde- und Verdickungsmittel – als Alternative zu Mehl und Eigelb.

Eiweißpulver als Mehlersatz

Das Eiweißpulver (Proteinpulver) ist das Multitalent der kohlenhydratreduzierten Küche. Es wird eigentlich nur von Sportlern für den Muskelaufbau benutzt, es eignet sich aber auch sehr gut zum Kochen und Backen. Das Eiweißpulver als Mehlersatz wird immer beliebter in der Low Carb Ernährung, es hat je nach Hersteller einen Kohlenhydratwert von zirka 0,8 bis 5,0 pro 100 Gramm. Das Nahrungsergänzungsmittel gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen, ist darmverträglich, und erhältlich in Fitness-Studios, Reformhäusern, sowie in gut sortierten Drogerien und Supermärkte. Tipp: Achten Sie auf die Kohlenhydratangaben auf der Verpackung, je weniger Kohlenhydrate, desto besser!