Warum funktioniert Low Carb auch beim Abnehmen so gut?

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Bild: choclat01 / pixelio.de

Wird dem Körper wenig („Low“) Kohlenhydrate („Carb“) geboten, so erhält er auch weniger schnelle Energie. Um an Energie zu kommen, werden Fettreserven angezapft – Die Pfunde schmelzen. Die Low Carb Ernährung macht satt, was dem sättigendem Eiweiß und dem Geschmacksträger Fett zu zuschreiben ist. Hierbei fällt das Durchhaltevermögen meistens höher aus als bei anderen Diätformen, wie z.B. bei der „Low Fat“ (weniger Fett) Diät.

Wenn man von Low Carb spricht, fragen sich viele Menschen, ob man überhaupt Kohlenhydrate essen darf? Ja, man darf welche essen, jedoch ist entscheidend, wie hoch der Kohlenhydrate Anteil in dem jeweiligen Lebensmittel steckt. In Mehl, Reis, Nudeln, Süßwaren ist der Kohlenhydratanteil sehr hoch, außerdem sind es schlechte Kohlenhydrate-Lieferanten, weil sie zu starken Blutzuckerschwankungen führen.

Bei ständig erhöhten Kohlenhydrate Konsum, ist zu viel Zucker (Glukose) im Blut, sodass mit Hilfe von dem Hormon Insulin, der Überschuss in Körperfett umgewandelt wird. Das Hormon Insulin fördert im Körper mehr den Fettaufbau und gilt somit als Fettabbaugegner.

Zu den guten Kohlenhydrate-Lieferanten gehören Rohkost-, oder Blattsalat, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Molkereiprodukte (ohne Zuckerzusätze). Der Blutzucker bleibt hierbei relativ stabil, weil weniger Insulin produziert und benötigt wird.

Achtung: Rohkost, Blattsalate und Hülsenfrüchte sind schwer verdauliche Lebensmittel – Nicht für Reizdarmpatienten geeignet!

Kurz Zusammengefasst: Low Carb vermindert die Ausschüttung des Insulins, hält den Blutzuckerspiegel konstant und kann die Verdauung regulieren. Nicht nur für Diätinteressierte, Diabetiker, auch für Menschen mit Verdauungsprobleme eine wichtige Erkenntnis in Sachen gesunde Ernährung.

 

Low Carb hilft auch bei Candida albicans

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Es gibt essbare Pilze, die gehören in den Kochtopf und andere hingegen beeinträchtigen die Gesundheit. Hierbei handelt es sich nicht um diverse Giftpilze, die im Wald sprießen, sondern vielmehr um die Pilzerkrankung: Candida albicans.

Candida albicans ist ein Pilz und gehört der Candida Gruppe an. Dieser Pilz kann ein ständiger Begleiter in unserem und auf unserem Körper sein. Er siedelt sich auf Schleimhäuten, Genitalbereich, zwischen den Zehen und auf Nägeln, sowie im Darm an. Meistens ist er jedoch von harmloser Natur. Dennoch kann er uns Probleme bereiten, wenn eine Immunschwäche auftritt oder andere Krankheiten den Körper belasten.

Typische Symptome können sein:
• Müdigkeit
• Juckreiz auf der Haut/oder an den Schleimhäuten/oder am Darmausgang
• Magenprobleme
• Vermehrte Blähungen
• Brüchige Finger- oder Fußnägel
• Häufige Kopfschmerzen
• Heißhunger auf Süßigkeiten
• Schmerzen in den Gelenken
• Allergien
• Häufige Pilzerkrankungen im Genitalbereich

Bei Erkrankungen wie Zöliakie, Zuckerkrankheit (Diabetes), Rheuma, Krebs, Aids, Schwächung des Immunsystems oder sogar Stress hat Candida albicans gute Chance den Körper massiv zu „überfallen“.

Um das Gleichgewicht wieder herzustellen, bedarf es Antipilz-Medikamente und eine Ernährungsumstellung auf kohlenhydratarme Kost, denn Candida albicans lebt vom Zucker.

Auf sämtliche Zuckerarten und -sorten sollte verzichten werden:
Haushaltszucker, Diabetikerzucker, Fruchtzucker (Fruktose), Rohrzucker, Honig, Rübensirup, Glukose, usw.
Nicht erlaubt sind: Fabrikfertige oder vom Bäcker hergestellte Backwaren. Diese Produkte enthalten viel Zucker und sind auf Mehlbasis gebacken. Das Mehl enthält Stärke, das sich im Körper zu Glukose (Zucker) umwandelt.

Auch auf Obst und Obstsäfte sollte verzichtet werden, wegen dem Fruchtzucker. Auf Mehl, Stärke und stark kohlenhydratbelastete Lebensmittel ebenfalls.

Der Milchzucker (Laktose) ist die einzige Ausnahme hierbei, er kann nicht von Hefepilze – zu dieser Gattung gehört der Candida albicans -, verstoffwechselt werden. Für einen optimalen Aufbau der Darmflora gehören probiotische Lebensmittel, in denen Milchsäurebakterien/ Laktobazillen und Bifidobakterien stecken – es sind die Gegenspieler des Candida albicans – täglich auf dem Speiseplan.

Erlaubte Lebensmittel sind:
Milchprodukte: Naturjoghurt, Quark, Hartkäse, Frischkäse, Sahne, Crème Fraiche, Schmand, Schnitt-, Schmelz- und Weichkäse.

Fleisch und Wurstwaren: Geflügel, Wild, Lamm, Kaninchen, Rind und Schwein,
Frischwurst, Schinken, Rauchfleisch, zuckerfreie Dauer- und Streichwurst, alle Wurstsorten, Schinken, Tofu.

Fisch: Meeres- und Süßwasserfische, Calamari (ohne Panade), Krabben, Shrimps und andere Krebstiere. Fischkonserven im eigenen Saft und in Öl.

Getränke ohne Zuckerzusätze:
Limonaden (nur mit Süßstoff gesüßt), Kaffee, Tee, Kräutertee, Gemüsesäfte, Mineralwasser.

Zusätzliche Lebensmittel ohne Zuckerzusätze: Tofu, Sojamilch, Sojaöl, Sojasprossen, Kakaopulver, Nüsse, Samen, Eier, klare Brühe, Bouillons, klare Suppen, Essig Öl und Majonäse 80%.

Quelle: Deutsche Candida Hilfe e.V.

Low Carb Infos

Low Carb ist eine kohlenhydratarme Ernährungsweise, die ohne Zucker und möglichst auch ohne Mehl und Stärke auskommt. Weshalb ist der Verzicht, bzw. die Reduktion von Kohlenhydrate für eine gesunde Ernährung so wichtig? Es gibt viele verschiedene Verdauungsprobleme durch eine erhöhte Kohlenhydrate Aufnahme, wie etwa Sodbrennen, Völlegefühl, Bauchkrämpfe, Blähungen bis hin zu täglichen Durchfällen. Durch eine verminderte Aufnahme von Kohlenhydrate können Verdauungsbeschwerden gemildert oder sogar gänzlich ausbleiben.

Was tun die Kohlenhydrate im Körper? Die Kohlenhydrate wandeln sich im Körper in Zucker (Glukose) um – sie werden bei der Verdauung in kleine Zuckermoleküle zerlegt und durch die Darmwände ins Blut übernommen. Dadurch haben wir dann Zucker (Glukose) im Blut und der Blutzucker steigt.Nahrungsmittel, die einen hohen Anteil an einfache Kohlenhydrate, wie Kristall-, Trauben- und Fruchtzucker haben, werden besonders schnell vom Körper aufgenommen. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel rasant an und das Insulin wird auch besonders schnell und reichlich ausgeschüttet, um den Zucker (Glukose) aus dem Blutkreislauf in die Körperzellen zu verteilen.

Die komplexen Kohlenhydrate, die in Gemüse, Salat, Samen und Obst stecken, zerlegt der Körper in mehrere Zuckermoleküle und braucht deshalb mehr Zeit für die Gewinnung von Glukose, die nur nach und nach ins Blut fließt – somit steigt der Blutzuckerspiegel nur allmählich an und bleibt über längere Zeit konstant. Eine wichtige Erkenntnis in Sachen Ernährungs- und Diabetikerlehre.

Bei dieser Ernährungsform geht es um die Kohlenhydrate, die in Backwaren (alle Mehlsorten) Nudeln, Kartoffeln, Reis, Süßwaren, sowie in Zucker stecken. Sie werden in der Low Carb Ernährung deutlich reduziert. Allerdings fällt es vielen Menschen zunächst erst einmal schwer sich auf Low Carb umzustellen, weil besonders Brot ein Hauptbestandteil unserer deutschen Ernährung ist. Es gibt hierzu Alternativen, die das „Brotproblem“ beheben. Viele Geschäfte bieten mittlerweile Eiweißbrot (Low Carb Brot) an, oder selbst backen ohne Mehl ist heutzutage überhaupt kein Problem mehr.

Keine Sorge – Sie bekommen keine Mangelerscheinungen, wenn die Kohlenhydrate in der Nahrung reduziert werden, denn in Gemüse, Obst, Milch, Quark und Nüsse sind Kohlenhydrate in Maßen vertreten.
Die Ernährungsumstellung hat einen positiven Einfluss auf den gesamten Stoffwechsel und wird als Therapie bei folgenden Krankheiten eingesetzt:
• Diabetes Typ 2
• Rheuma
• Gicht
• Migräne
• Epilepsie
• Übergewicht
• Erhöhten Cholesterinwerten
• Chronischen Entzündungsprozessen der Schleimhäute
• AD(H)S
• Hautausschlägen oder Akne
• Krebs
• Magen- und Darmerkrankungen (Reizdarm)